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05. Apr. 2022

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz setzt Stromspar-Check fort

Das Beratungsangebot von Caritas und Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen reduziert Energiekosten und CO2-Emissionen.

Das Bild zeigt eine Frau, die ein Strommessgerät an einem Stromzähler anbringt.
© Deutscher Caritasverband e. V.

Das Projekt Stromspar-Check ist aktueller denn je. Die steigenden Kosten für Strom und Gas treffen Arbeitslose, Geringverdienende und ältere Menschen mit kleiner Rente besonders hart. Sie mussten schon vor der Energiepreiskrise rund zehn Prozent ihres Einkommens für Energiekosten aufwenden. Umso wichtiger ist schnelle und nachhaltige Hilfe. Diese leistet das kostenlose Beratungsangebot Stromspar-Check, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Dazu Bundesminister Robert Habeck:

„Der Stromspar-Check erreicht die Menschen, die die Energiepreisentwicklung Tag für Tag vor existenzielle Probleme stellt. Damit leistet das Angebot einen wichtigen Beitrag zur sozialen Ausgestaltung von Energieeffizienz und Klimaschutz.“

Ein Gewinn für Verbraucher*innen, die Öffentlichkeit und das Klima

Die neue Förderphase des Stromspar-Check beginnt mit einer runden Bilanz: Über eine Millionen Menschen haben sich seit 2008 beraten lassen und konnten ihr knappes Budget sowie das Klima entlasten. Dahinter stehen rund 390.000 Haushalte, die insgesamt 640.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart haben. Umfassend geschult beraten die Stromspar-Teams Haushalte in ihren Wohnungen zum Energie- und Wassersparen, Heizen und Lüften. Mit den Gratis-Soforthilfen wie beispielsweise LEDs, schaltbaren Steckerleisten, wassersparenden Duschköpfen oder Zeitschaltuhren, kann ein Haushalt im Durchschnitt 200 Euro im Jahr einsparen. Darüber hinaus gibt es einen Zuschuss für den Austausch alter, stromfressender Kühlschränke und Gefriertruhen. Für den Kauf eines hocheffizienten Neugeräts erhalten Haushalte mindestens 100 Euro.

Ein durchschnittlicher Haushalt spart jährlich bis zu 20 Prozent seiner Energiekosten und rund 420 Kilogramm CO2-Äquivalente. Damit schafft der Stromspar-Check finanzielle Entlastung und schützt dabei das Klima. Durch reduzierte Transferleistungen für Heizenergie und Warmwasser sparten Bund und Kommunen außerdem bisher rund 121 Millionen Euro. So profitiert die öffentliche Hand mit. Die Verlängerung der Förderung steht daher ebenso für eine sozialgerechte Energiewende.

Das erfolgreiche Projekt wird bundesweit in 150 Städten und Landkreisen umgesetzt. Haushalte, die keinen Stromspar-Check-Standort in ihrer Nähe haben, können sich online oder am Telefon beraten lassen. Getragen wird das Projekt vom Deutschen Caritasverband (DCV) e.V. und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e.V. mit ihrer sozialpolitischen und energiefachlichen Kompetenz.

Hintergrund

Bis März 2022 wurde der Stromspar-Check vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Die neue NKI-Förderung läuft ab April für ein Jahr unter dem Dach des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Pressekontakte

Deutscher Caritasverband e. V

Nicola Buskotte

Tel.: 0221 2010-120, nicola.buskotte@caritasnet.de

 

Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e.V.

Verena Specht

Tel.: 030 293330-207, specht@berliner-e-agentur.de