Direkt zum Inhalt

Login

Teilen Sie Ihr Wissen, diskutieren Sie aktuelle Themen und lassen Sie sich von anderen zu neuen Vorhaben inspirieren. Melden Sie sich jetzt für die Klimaschutz-Community an. Wir freuen uns auf Sie!

Sie haben sich bereits in der Vergangenheit registriert und können sich nun nicht mehr einloggen? Aus technischen Gründen ist es notwendig, sich über die Funktion “Passwort vergessen?” ein neues Passwort anzufordern. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Anweisungen zum Zurücksetzen Ihres Passworts werden an die E-Mail-Adresse gesendet, die Sie in Ihrem Benutzerkonto hinterlegt haben.

05. Dez.. 2022

LogMob setzt neuen Standard für Logistik- und Mobilitätskonzepte

Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag will in Nürnberg 2023 ein Viertel an CO2-Emissionen im Bereich Mobilität einsparen – und damit einen neuen Standard für Großveranstaltungen setzen.

Der Vorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentags
Der Vorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentags, von links nach rechts: Mario Zeißig, Stefanie Rentsch, Arnd Schomerus, Janine Rolfsmeyer, Stephan Menzel
© DEKT

Fünf Tage Großveranstaltung, 2.000 Programmpunkte und 100.000 Gäste – Kirchentage waren schon immer eine logistische Herausforderung. Dabei kommt den Themen Umwelt- und Klimaschutz eine besondere Bedeutung zu. 2007 war der Evangelische Kirchentag die erste Großveranstaltung, die sich über das europäische Eco-Management and Audit Scheme EMAS zertifizieren ließ. Für den Kirchentag 2023 in Nürnberg wird nun ein integriertes, zukunftsfähiges Logistik- und Mobilitätskonzept entwickelt, das zum neuen Maßstab für Großveranstaltungen werden soll. Das Projekt „Nachhaltige Logistik und Mobilität bei Großveranstaltungen“ (LogMob) wird durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Praxis

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind bei den Kirchentagen schon lange Themen. Seit dem Kirchentag 1983 in Hannover gibt es ein Veranstaltungsticket mit integriertem Fahrschein für den öffentlichen Personennahverkehr. Seit 2012 verfolgt der Kirchentag eine ökologisch-faire Verpflegungsstrategie, die im Vergleich zu einer konventionellen Verpflegung jährlich etwa ein Drittel an CO2-Emissionen einspart. Außerdem bezieht der Kirchentag an seinen Bürostandorten Ökostrom und betreibt unter anderem eine eigene Photovoltaikanlage in Fulda.

Diese und viele weitere Maßnahmen werden im Umweltmanagement des Kirchentages zusammengeführt. „Umweltschutz ist für uns ein dauerhafter Prozess, in dem wir uns ständig weiter verbessern wollen“, so Generalsekretärin Jahn. „Dass wir jetzt mit dem Projekt LogMob den Standard für Logistik und Mobilität bei Großveranstaltungen neu definieren können, ist eine riesige Chance. Wir können zeigen, was möglich ist.“

Zentrales und übergeordnetes Verkehrsmanagement

Die vielen bislang eigenständigen Klimaschutzmaßnahmen des Kirchentages werden mit dem Projekt LogMob nun erstmals für alle Abteilungen zusammen übergeordnet koordiniert. Ein solches „integriertes“ Verkehrsmanagement wird bisher nur auf gesamtstädtischer oder regionaler Ebene angewendet. Für den Bereich der Großveranstaltungen ist dieser Ansatz innovativ und neu. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem der verstärkte Einsatz von Fahrradkurier*innen, der komplette Wegfall von Fahrtwegen durch digitale Sitzungen in der Kirchentagsvorbereitung und eine effizientere Lager- und Baulogistik.

So sollen beim Kirchentag in Nürnberg im Bereich Mobilität 23 Prozent der CO2-Emissionen (verglichen mit den errechneten Durchschnittswerten der Kirchentage Stuttgart, Berlin und Dortmund) eingespart werden. Gemäß dem EMAS-Umweltbericht wären dies etwa 1.365 Tonnen CO2-Äquivalente. Zum Vergleich: Der deutsche Ausstoß an Treibhausgasen pro Person lag 2021 laut Umweltbundesamt bei 11,2 Tonnen CO2-Äquivalenten. Klimaverträglich wäre ein weltweiter Pro-Kopf-Ausstoß von weniger als einer Tonne CO2-Äquivalenten.

Zum Hintergrund des LogMob-Konzepts

Insgesamt beinhaltet das LogMob-Konzept 36 Mobilitätsmaßnahmen. Begleitet wird das Projekt durch einen externen Beirat aus Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, der im Oktober 2022 erstmals tagte. Nach dem Kirchentag 2023 werden die Ergebnisse evaluiert und auf ihrer Grundlage ein neuer, zukunftsfähiger Standard für Logistik- und Mobilitätskonzepte bei Großveranstaltungen erstellt.

Über den Kirchentag

Der Deutsche Evangelische Kirchentag wurde 1949 als christliche Laienbewegung gegründet und besteht bis heute als unabhängiger Verein fort. Alle zwei Jahre bringt er als Dialog- und Kulturevent rund 100.000 Menschen in einer anderen deutschen Großstadt zusammen. Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 7. bis 11. Juni 2023 in Nürnberg auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern statt.

Pressekontakt

Milena Vanini
Pressesprecherin
E-Mail:
presse@kirchentag.de

Weiterführende Informationen