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Aktion Kommune mobil Schülerinnen und Schüler initiieren Klimaschutzaktivitäten durch Vernetzung der Akteure im schulnahen kommunalen Umfeld

Aktion Kommune! mobil Schülerinnen und Schüler initiieren Klimaschutzaktivitäten durch Vernetzung der Akteure im schulnahen kommunalen Umfeld

Projektinformationen
Projektnehmer

BildungsCent e.V.

Projektlaufzeit

01.01.2012 bis
30.09.2015

Fördersumme

1.736.800 Euro

Förderkennzeichen

03KSF004

© BildungsCent e.V.
© Jaroslaw Godlewski
© BildungsCent e.V.

Klimaschutz lernen

Klimaschutz gilt in Schulen zwar als wichtiges fächerübergreifendes Thema, eine systematische Einbindung in den Unterricht gibt es jedoch bisher noch nicht.

Auf einen Blick

Mit der Aktion Klima! mobil brachte der gemein­nützige Verein BildungsCent e.V. die systematische Integration des Themas Klimaschutz an Schulen voran und führte gleichzeitig das Vorläuferprojekt Aktion Klima! fort. 450 Schulen und 50 kommunale Klima­schutz­manager­innen und -manager erhielten einen mobilen Werkzeugkasten, der Messgeräte, Materialien und Informationen in vier themenbezogenen Kisten enthielt. Damit konnten die insgesamt gut 40.000 aktiv am Projekt teilnehmenden Kinder und Jugendlichen Energielecks suchen, eigene Aktionen entwickeln und ihre Ergebnisse veröffentlichen.

Das AktionKlimaMobil – der Trolley mit Klimainfos und Werkzeugen

Kernstück des Projektes war das AktionKlimaMobil. Dieser modular aufgebaute Werkzeugkasten auf einem Trolley enthielt vier Kisten zu den Bereichen Sehen, Erkennen, Wissen und Handeln.

Mit den Instrumenten aus der Kiste „Erkennen“ konnten Kinder und Jugend­liche getreu dem Motto „Problem erkannt – Problem gebannt“ die Verschwen­dung von Strom, Wasser oder Wärme aufzeigen. Waren die Energielecks aufgespürt, ließen sich in der Regel auch die Ursachen beheben. Dafür gab es zum Beispiel Energiemonitore, Mess­geräte, Thermometer, Isolier­bänder, Luxmeter und Entlüftungsschlüssel. Ergänzt wurden die Werkzeuge durch Aha! Karten, die Tipps zum Geräteeinsatz enthielten.

„Der Vorteil ist, dass die Kiste auf Rädern ist, das heißt, dass man sie auch einfach mit raus, ins echte Leben nehmen kann, sei es auch nur nach Hause. Das ist zum einen gut fürs Klima und zum anderen für die Kompetenzen der Schüler.“  André Hardekopf, Lehrer der Evangelischen IGS Wunstorf

In der Kiste „Wissen“ fanden die Kinder und Jugend­lichen Informationen, die zum Verständnis der Themen Klimawandel und Klimaschutz elementar sind. Gleichzeitig gab es Anregungen und praktische Tipps für Aktionen beispielsweise in den Bereichen Veranstaltungsplanung oder Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Kiste „Sehen“ (und gesehen werden) konnten die Schüler­innen und Schüler dieses Wissen gleich anwenden und ihre Erfahrungen dokumentieren. Mit Kamera und Camcorder, sowie Flaggen, Plakaten und Taschen ausgestattet, zogen sie los, um ihr lokales Umfeld auf sich und die Themen aufmerksam zu machen. Platz für eigene Ideen und Ergebnisse bot die Kiste „Handeln“, die individuell gestaltet werden konnte.

Forschen und berichten für den Klimaschutz

Ausgerüstet mit den Werkzeugen und dem erworbenen Knowhow aus den Kisten konnten die Schulen in Projekttagen und Projektwochen, bei Ausflügen, Exkur­sionen und Klassenfahrten ihre Materialien einsetzen. Aktivierende Ideen gab es über Leitfragen, die zum Entdecken des außerschulischen Umfelds einluden.

Diese regten zum Beispiel die Recherche nach den Klimaverantwortlichen vor Ort an oder schlugen Interviews mit lokalen Politikerinnen und Politikern vor. Weitere beispielhafte Fragen waren:

  • Welche Unternehmen gibt es und was produzieren diese?
  • Wo können die Menschen sich zu Klimaschutz-Themen beraten lassen?
  • Welche Schulen sind schon im Klimaschutz aktiv?

Prominente Patinnen und Paten gewinnen

Vier prominente Patinnen und Paten unterstützten das Projekt und repräsentierten jeweils eines der vier Module: Die Journalistin Nina Ruge stand für den Baustein „Sehen“, die Moderatoren Shary Reeves und Ralph Caspers der Sendung „Wissen macht Ah!“ präsentierten den Bereich „Erkennen“, die Professorin Claudia Kemfert repräsentierte den Bereich „Wissen“ und Robin Haefs, ein Rapper und Künstler, vertrat den Bereich „Handeln“.

Digitale und persönliche Vernetzung

Auf der Projektwebseite dokumentierten die teilneh­menden Schulen ihre Aktivitäten. Die Schulen konnten so unkomp­liziert Informationen von anderen aktiven Schulen einholen. Darüber hinaus wurde auch der persönliche Austausch großgeschrieben: Insgesamt 420 Teilneh­merinnen und Teilnehmer trafen sich auf sieben Veranstaltungen in Berlin, Bremerhaven, Essen, Leipzig und Stuttgart. Sowohl die Lehrkräfte als auch die Schülerschaft lernten sich und ihre Projekte kennen und gaben einander wertvolle Erfahrungen weiter.

„Wenn ich heute nach Hause komme, werde ich von vielen guten, praktischen Ideen erzählen, die wir auch an unserer Schule realisieren wollen.“  Teilnehmer beim Vernetzungstreffen in Stuttgart

Große Ausstrahlung

Nach einer Anmelde- und Auswahlphase erhielten die Schulen sechs Monate lang eine persönliche Betreuung durch das Projektteam. 450 Schulen und Bildungs­einrichtungen von insgesamt 643 Bewerbungen nahmen erfolgreich am Programm teil. Insgesamt 50 Klimaschutzmanagerinnen und -manager, die im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) geför­dert werden, nutzten das AktionKlimaMobil für ihre lokale Arbeit und erreichten damit jeweils mindestens fünf Schulen. Laut der Abschlussbefragung nahmen etwa 41.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland am Projekt Aktion Klima! mobil teil. Diese wiederum hatten Kontakt mit über 1.200 unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern.

  • Was sollte das Projekt erreichen?

    • Kinder und Jugendliche sowie Lehrerinnen und Lehrer sollten zum Thema Klimaschutz informiert und sensibilisiert werden;
    • durch den Werkzeugkasten sollten sie in die Lage versetzt werden, selbst aktiv zu werden und Aktionen in Sachen Klimaschutz zu gestalten und zu dokumentieren;
    • das Thema Klimaschutz sollte im Schulalltag verankert werden;
    • Bildungseinrichtungen sollten mit kommunalen Akteurinnen und Akteuren (Klimaschutzmanagerinnen und -managern) vernetzt werden.
  • Was hat das Projekt erreicht?

    • rund 40.000 Schülerinnen und Schüler nahmen an Aktion Klima! mobil teil, insgesamt wurden rund 111.600 Menschen mit dem Programm erreicht;
    • Befragungen der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Klimaschutzmanagerinnen und manager belegten eine Steigerung der Gestaltungskompetenz der Schülerinnen und Schüler;
    • Schulen konnten sich untereinander in sieben Vernetzungstreffen über die Projekterfahrungen austauschen und voneinander lernen.
  • Wie ging es weiter?

    • Die Materialien und Ergebnisse sind auf www.klima.bildungscent.de verfügbar und stehen zum Download bereit;
    • das Projekt Aktion Klima! mobil wird in abgewandelter Form unter dem Namen „Aktion Klima! engagiert“ mit 100 besonders engagierten Schulen weitergeführt, dadurch werden die gewonnenen Ergebnisse weitergetragen und verstetigt.

Beitrag zum Klimaschutz

An dem Projekt nahm eine Vielzahl von Menschen teil – Erwachsene, Kinder und Jugendliche – und trug so das Thema Klimaschutz in die lokale Gemein­schaft. Über die Vermittlung von Wissen und über die Aktio­nen vor Ort, die Möglich­keiten für den Klima­schutz aufzeigten, wurde die lokale Öffentlich­keit zum Handeln animiert. Daraus lassen sich keine direkten Effekte messen, es ist aber von einer positiven Wirkung auszugehen.

  • Checkliste der Erfolgsfaktoren

    • Eine persönliche Begleitung durch das Projektteam ermöglichen es, Projektinhalte gut an die schulischen Gegebenheiten anzupassen;
    • aktivierende und beteiligende Lernformen sollten unterstützt werden;
    • interne Dokumentation und externes Monitoring helfen, die eigenen Aktivitäten kritisch zu reflektieren und Anpassungsbedarf zu erkennen.

Tipps und Tricks für interessierte Institutionen

Der Projektansatz bietet sich für Lehrkräfte und Schulleiterinnen und Schulleiter an Schulen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerschulischer Bildungszentren sowie für Verantwortliche und Angestellte in der Kommunalverwaltung aus dem Bereich Klimaschutz an. Der Erfolg des Projektes basiert auf folgenden Faktoren.

Aktivierende Lernformen unterstützen

Grau ist alle Theorie und grün des Lebens goldener Baum: Kinder und Jugendliche lernen durch eigenes, selbstbestimmtes Handeln. Dafür vermittelte das Projekt Kompetenzen und stellte Materialien zur Verfügung.

Vielfältige Angebote

Schulen sind verschieden und benötigen flexible Unter­­stützungs­angebote. Diesem Anspruch wurde die Aktion Klima! mobil gerecht: Mit den vier Themen­kisten, der Webseite, mit Wett­bewerben und Monats­aktionen bestand ein breites Repertoire an Materialien und Anregungen, die von den Schulen individuell kombiniert wurden.

Regelmäßiger Kontakt mit den Schulen

Das Projekt machte deutlich, dass eine persön­liche Begleitung durch das Projektteam für einen direkten Draht zur Ziel­gruppe sorgt. So können Projekt­inhalte besser an die schulischen Gegebenheiten und die Schulrealität angepasst werden.

Wenn onlinebezogene interaktive Werkzeuge zum Einsatz kommen, sollten sie einfach und schnell für das Projektteam und die Beteiligten erlernbar sein, ansonsten werden sie in der Praxis nicht aktiv genutzt.

Monitoring und Dokumentation

Eine externe Prozessbegleitung ermöglicht es, die eigenen Aktivitäten kritisch zu betrachten und zu reflektieren. Unterstützend wirkt außerdem eine regelmäßige interne Dokumentation der Projekt­entwicklung in der bei Bedarf auch Planänderungen erläutert werden.

Weiterführende Informationen
PKD_Aktion_Klima_Mob...

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