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22. Dez.. 2022

Berliner Weihnachtsmarkt wird für Mehrwegkonzept ausgezeichnet

Das Bezirksamt in Berlin-Neukölln setzt beim Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt mit einem Mehrwegkonzept auf Ressourcenschonung und Klimaschutz. Bei der dreitägigen Veranstaltung werden jährlich 1,2 Tonnen Verpackungsmüll und zwei Tonnen CO2 eingespart. Die Deutsche Umwelthilfe fordert Städte und Gemeinden deutschlandweit dazu auf, sich ein Beispiel an diesem Konzept zu nehmen.

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft Deutsche Umwelthilfe und Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, stehen nebeneinander und halten eine gerahmte Urkunde in der Hand. Martin Hikel hat ein Baby in einem Tragerucksack vor der Brust. Im Hintergrund ist der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt zu sehen.
Thomas Fischer (rechts), der Leiter Kreislaufwirtschaft Deutsche Umwelthilfe und der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel (links), sind stolz auf die Best-Practice-Auszeichnung des Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkts.
© Florian Reimann / DUH

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat das Bezirksamt von Berlin-Neukölln am 2. Dezember für sein langjähriges Engagement im Bereich Klima- und Ressourcenschutz beim Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt ausgezeichnet. Durch ein umfassendes Mehrwegkonzept für Getränke und Speisen kommt der Weihnachtsmarkt ohne unnötigen Verpackungsmüll aus. So werden jedes Jahr über 96.000 Einwegbecher, 6.000 Einwegteller, -schüsseln und Pommesschalen sowie 3.000 Einwegbesteckteile eingespart.

Ein Paradebeispiel für lokalen Klima- und Ressourcenschutz

Die DUH fordert Städte und Gemeinden in ganz Deutschland dazu auf, bei ihren Veranstaltungen ebenfalls konsequent auf Mehrweg zu setzen. Würden die mehr als 3.000 deutschen Weihnachtsmärkte dem Berliner Beispiel folgen, könnten nach Berechnungen der DUH jedes Jahr insgesamt rund 3.200 Tonnen Abfall und 5.300 Tonnen CO2 vermieden werden.

Thomas Fischer, DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft, berichtet:

Während Punsch und Glühwein auf vielen Weihnachtsmärkten in wiederverwendbaren Tassen ausgeschenkt werden, werden für die Ausgabe von Essen nach unseren Berechnungen jährlich circa 16,7 Millionen Einwegteller und 8,7 Millionen Besteckteile ausgegeben, die nach einmaliger Nutzung zu Abfall werden. Das Bezirksamt Berlin-Neukölln zeigt vorbildlich, was Kommunen gegen diesen unnötigen Einwegmüll unternehmen können. Mit strikten Vereinbarungen, Kommunikationsarbeit und Kontrollen, gelingt dem Bezirksamt bereits seit über 20 Jahren die Umsetzung eines umfassenden Mehrwegkonzepts. Und das nicht nur für Getränke, sondern auch für Suppen, Gulasch und Co. Das Neuköllner Modell sollte zum Schutz von Klima und Ressourcen deutschlandweit Schule machen.

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel, und Elena Schägg, Senior Expert Kreislaufwirtschaft der Deutschen Umwelthilfe, stehen nebeneinander an ei-nem Stand auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt. Martin Hikel hat ein Baby in einem Tragerucksack vor der Brust und hält eine Mehrwegschale mit Essen in der Hand. Elena Schägg hält einen Mehrwegbecher mit Glühwein.
Durch die neue Mehrweg-Angebotspflicht muss der Großteil der Gastronomie seinen Kund*innen ab dem 1. Januar 2023 Speisen und Getränke in Mehrwegverpackungen anbieten. Für die 175 Stände auf Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt ändert sich jedoch nichts.
© Florian Reimann / DUH

Gemeinsam für Mehrweg

Das einheitliche System, welches in Kooperation mit einem externen Spüldienstleister umgesetzt wird, erleichtert dabei sowohl den Gastronomieständen auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt als auch den Berliner*innen, den Umgang mit Mehrweg. Außerdem sorgt der Einsatz von wiederverwendbarem Geschirr und Besteck auf Veranstaltungen für ein sauberes Stadtbild.

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel, erklärt:

„Gemeinsam mit den über 120 gemeinnützigen Verbänden, Gruppen und Vereinen, die auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt selbstgemachte Dinge, schönes Kunsthandwerk und viele Informationen über ihr ehrenamtliches Engagement anbieten, möchten wir einen Gegenpol zum weihnachtlichen Konsumwahnsinn setzen. Abfallvermeidung gehört dabei für uns an die erste Stelle. Wir freuen uns über die Auszeichnung der Deutschen Umwelthilfe und hoffen, dass unser Mehrwegkonzept viele Städte und Gemeinden dazu anregt, Mehrweggebote für ihre Weihnachtsmärkte umzusetzen“.

Über die Projektförderung

Die Verleihung wird im Rahmen des Projekts „Mehrweg. Mach mit!“ der DUH durchgeführt, welches die Verwendung von Mehrwegverpackungen bei Veranstaltungen und in der Gastronomie zum Standard machen möchte. Die DUH setzt sich seit über 40 Jahren für den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen ein und verbindet dabei den Schutz von Umwelt und Verbraucher*innen. Das Projekt wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Pressekontakt

Thomas Fischer
Leiter Kreislaufwirtschaft
Telefon: 0151 18256692

E-Mail: fischer@duh.de

Christian Berg
Pressesprecher Bezirksamt Neukölln von Berlin
Telefon: 030 902392542

E-Mail:  christian.berg@bezirksamt-neukoelln.de

DUH-Newsroom
Telefon: 030 240086720
E-Mail: presse@duh.de