Direkt zum Inhalt
25. Juni 2026

Klimascouts qualifizieren Azubis für Klimaschutz in der Verwaltung

Rund 70 Auszubildende der Bremer Verwaltung haben im Projekt „Kommunale Klimascouts“ eigene Klimaschutzideen entwickelt und bei der Abschlussveranstaltung in Bremen präsentiert.

Eine Gruppe von Auszubildenden und weiteren Personen steht vor einem Gebäude auf einer Treppe.
Auszubildende entwickeln eigene Klimaschutzideen
© energiekonsens / Jens Lehmkühler

Wie sich Klimaschutz früh in Ausbildung und Arbeitsalltag der Verwaltung verankern lässt, zeigt das Projekt „Kommunale Klimascouts – Azubis für mehr Klimaschutz“. Dabei entwickeln Auszubildende eigene Ideen für ihren Berufsalltag und setzen sich mit kommunalem Klimaschutz praxisnah auseinander. Die aktuelle Projektrunde macht sichtbar, welche Themen und Ansätze dabei im Mittelpunkt stehen.

Rund 70 Auszubildende der Bremer Verwaltung haben erfolgreich am Projekt „Kommunale Klimascouts – Azubis für mehr Klimaschutz“ teilgenommen. Die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens setzte das Projekt gemeinsam mit dem Aus- und Fortbildungszentrum für den bremischen öffentlichen Dienst (AFZ) und der Verwaltungsschule Bremen um. Entwickelt wurde das Projekt vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. 

Klimaschutz im Verwaltungsalltag aufgreifen

In fünf Modulen setzten sich die Teilnehmenden mit Klimawandel, kommunalem Klimaschutz, Projektmanagement und Kommunikation auseinander. Darauf aufbauend entwickelten sie eigene Projektideen für ihren Arbeitsalltag. Bereits zum vierten Mal wurde das Projekt mit Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr umgesetzt. Erstmals nahmen auch Justizfachangestellte in Ausbildung teil. 

Bei der Abschlussveranstaltung im Tabakquartier präsentierten die Teams ihre Ergebnisse. Die vorgestellten Projekte zeigten, wie vielfältig kommunaler Klimaschutz in der Verwaltung ansetzen kann. 

Projekte mit direktem Bezug zum Arbeitsalltag 

Die Gruppe „Grüner Arbeitsplatz“ entwickelte Alternativen für einen nachhaltigeren Beschaffungskatalog. Das Projekt „KlimaCheck“ erarbeitete ein Aktionspaket für klimafreundliches Handeln im Büro. Das Team „Klimawende 6.0“ schlug vor, nicht systemrelevante Computer nachts automatisch herunterfahren zu lassen. Die „Beutelretter“ entwickelten die Idee einer Sammelstation für wiederverwendbare Einkaufsbeutel in der Dienststelle. 

Die Projektbeispiele machen deutlich, dass sich Klimaschutzthemen an vielen Stellen mit dem Arbeitsalltag in der Verwaltung verbinden lassen. Zugleich zeigen sie, wie Auszubildende eigene Perspektiven in bestehende Abläufe einbringen können.

Angebot soll breiter wirken 

Seit dem Jahr 2023 führt energiekonsens das Projekt eigenständig im Land Bremen durch. Zuvor hatte das Deutsche Institut für Urbanistik die Projektidee entwickelt und in den Jahren 2018 und 2019 bundesweit erprobt. Perspektivisch soll das Angebot auf weitere Ausbildungsgänge ausgeweitet werden, etwa auf Auszubildende in Eigenbetrieben und Unternehmen mit kommunaler Beteiligung. Ziel ist es, Klimaschutzkompetenzen breiter in Verwaltung und kommunalnahen Unternehmen zu verankern und die kommunalen Klimaziele dort sichtbar voranzubringen. Damit richtet sich das Projekt auf Bereiche, in denen Verwaltungsalltag, Organisation und kommunaler Klimaschutz eng zusammenwirken.