Weltfahrradtag: Förderprogramme stärken Radverkehr in Kommunen
Seit die Vereinten Nationen im Jahr 2018 den Weltfahrradtag ins Leben gerufen haben, steht der 3. Juni im Zeichen des Radverkehrs. Der Aktionstag stärkt das Bewusstsein für klimafreundliche Mobilität - für mehr Lebensqualität und wirksamen Klimaschutz.
Projekte wie das Fahrradparkhaus am Osnabrücker Hauptbahnhof zeigen, wie moderne Radinfrastruktur praktisch umgesetzt wird. In einer bestehenden Parkgarage wurden PKW-Stellplätze zu einer funktionalen Radstation umgebaut.
Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Diese unterstützt nachhaltige Fahrradmobilität in verschiedenen Bereichen und Förderprogrammen:
- Anschaffung von E-Lastenfahrrädern und Lastenanhängern mit elektrischer Antriebsunterstützung zur gewerblichen Nutzung (E-Lastenfahrrad-Richtlinie)
- Errichtung und Erweiterung von Mobilitätsstationen, die unter anderem Radabstellanlagen und Infrastruktur für E-Bikes bieten (Kommunalrichtlinie)
- Maßnahmen zur Verbesserung des fließenden Radverkehrs, zum Beispiel Radwege, Fahrradschnellwege oder sichere Knotenpunkte für Radfahrende (Kommunalrichtlinie)
- Maßnahmen zur Verbesserung des ruhenden Radverkehrs, zum Beispiel Installation von sicheren Fahrradabstellanlagen und -parkhäusern (Kommunalrichtlinie)
- Bau von Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen (Bike+Ride-Offensive im Rahmen der Kommunalrichtlinie)
Mithilfe der NKI-Förderung konnten bundesweit zahlreiche Vorhaben in Kommunen umgesetzt werden: Neben dem bereits erwähnten Fahrradparkhaus in Osnabrück wurden alleine zum Thema Fahrradparken bereits über 850 Projekte mit Fördergeldern in Höhe von insgesamt rund 105 Millionen Euro unterstützt! Weitere spannende Beispiele finden Sie unten in der Infobox.
Möchten Sie in Ihrer Kommune auch den Radverkehr fördern? Die Agentur für kommunalen Klimaschutz (Agentur) steht Ihnen unterstützend zur Seite und ist Ihre Ansprechpartnerin zu allen Fragen rund um die Fördermöglichkeiten. Neben der persönlichen Beratung stellt sie hilfreiche Materialien zur Verfügung, wie das Factsheet zur fahrradfreundlichen Kommune oder die Klima-Maßnahmen-Box „Fahrradparken“.