Zwei neue Werkzeuge für das kommunale Klimaschutzmonitoring
Das neue Indikatorenset, gemeinsam entwickelt mit Kommunen und Ländern, macht Klimaschutzwirkung messbar und vergleichbar. Das standardisierte Abfragedokument erleichtert zusätzlich die Datenbeschaffung für die Treibhausgasbilanz.
Kommunen setzen sich ambitionierte Klimaschutzziele und wollen wissen, wie gut sie vorankommen. Indikatoren liefern genau diese Antwort. Sie machen sichtbar, welche Maßnahmen tatsächlich wirken, und ermöglichen den Vergleich mit anderen Kommunen. So lässt sich der eigene Fortschritt einordnen und Kommunen können bei Bedarf nachsteuern.
Die Agentur für kommunalen Klimaschutz (Agentur) hat dafür zwei neue Werkzeuge entwickelt, die kostenlos zur Verfügung stehen:
- Das Indikatorenset bündelt dafür ein abgestimmtes Set aus Basis- und Zusatzindikatoren. Grundlage war ein Fachaustausch mit Expertinnen und Experten aus Landesvertretungen und Kommunen im November 2025 in Berlin, ergänzt um Rückmeldungen aus einer dreimonatigen Umfrage bis Februar 2026. Das Indikatorenset deckt die zentralen Handlungsfelder des kommunalen Klimaschutzes ab, von Energie und Gebäuden über Mobilität bis Abfall. Zur Orientierung sind zudem Zielwerte hinterlegt.
- Ergänzend erleichtert das neue Standardabfragedokument die Datenabfrage bei Netzbetreibern und Schornsteinfegerbetrieben für die Energie- und Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz).
Basisindikatoren als empfohlener Standardsatz
Die elf Basisindikatoren für die Gesamtkommune bilden einen empfohlenen Standardsatz für jedes kommunale Klimaschutzmonitoring, ergänzt um elf Zusatzindikatoren. Für die kommunale Verwaltung stehen zusätzlich sechs Basis- und sechs Zusatzindikatoren bereit.
Standardabfragedokument erleichtert die Datenbeschaffung
Für die Erstellung einer THG-Bilanz nach der Bilanzierungssystematik Kommunal (BISKO) benötigen Kommunen Verbrauchsdaten von Netzbetreibern und Angaben von Schornsteinfegerbetrieben. Das neue standardisierte Abfragedokument liefert dafür eine einheitliche Vorlage. Kommunen und Datenlieferanten wissen damit genau, welche Daten in welcher Form benötigt werden.
Beide Tools sind im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) entstanden. Die Agentur entwickelt das Indikatorenset auch künftig gemeinsam mit Kommunen und Ländern weiter.