Newsletter
Liebe Leserinnen und Leser,
machen wir uns nichts vor: Bauleitplanung braucht Vorbereitung und Zeit.
Aber: Sie wirkt langfristig und verbindlich – und genau darin liegt ihr besonderer Wert für den kommunalen Klimaschutz. Denn während Klimaschutzmaßnahmen häufig unter Finanzierungsvorbehalt stehen oder an politische Prioritäten gebunden sind, schreibt ein rechtskräftiger Bebauungsplan Anforderungen dauerhaft fest.
Wie das in der Praxis gelingt, erfahren Sie in dieser Newsletter-Ausgabe.
Die Erfahrungen von Kommunen wie Potsdam, Osnabrück oder Magdeburg machen deutlich: Entscheidend dafür, dass Klimaschutzbelange in die Bauleitplanung einfließen, ist weniger die Größe der Kommune. Ausschlaggebend sind vielmehr die Qualität der internen Abstimmung und die frühzeitige Einbindung des Klimaschutzpersonals ins Verfahren.
Diese Ausgabe stellt Ihnen Werkzeuge für eine klimafreundliche Bauleitplanung vor – von fraktionsübergreifenden Grundsatzbeschlüssen bis zu klimabezogenen Baubeschränkungen.
Außerdem halten wir praxiserprobte Steuerungsinstrumente mit Musterformulierungen, Checklisten für klimagerechte Festsetzungen und ausgewählte Leitfäden für Sie bereit. Im Interview betont Mona Kramer, Klimaschutzmanagerin der Stadt Konstanz, wie wichtig bei jedem Projekt Durchhaltevermögen, Mut und Flexibilität sind.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und neue Impulse für Ihre Arbeit.
Herzliche Grüße
Ihr Redaktionsteam der Agentur für kommunalen Klimaschutz
Terminkalender
Aktuelles
Von Antrag bis Bewilligung in fünf Monaten
Gute Nachrichten für Kommunen und kommunale Akteure: Die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums hat weitere Meilensteine in ihrem Optimierungsprozess der Kommunalrichtlinie erreicht. Neuanträge werden nun innerhalb von fünf Monaten bearbeitet, sofern alle formellen Kriterien erfüllt werden. Nur in Einzelfällen kann die Bearbeitung von Anträgen länger dauern, zum Beispiel, wenn der Antragsteller noch andere Fördermittel (Drittmittel) beantragt hat oder bei beihilferechtlichen Fragen. Zudem erhalten Antragstellende auf Wunsch während des gesamten Prozesses feste Ansprechpersonen bei der Projektträgerin Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH. Mehr erfahren
Photovoltaik: Neue Klima-Maßnahmen-Box online
Sie möchten, dass mehr Photovoltaik-Anlagen in Ihrer Kommune gebaut und genutzt werden? Die neue Klima-Maßnahmen-Box „Kommunale Photovoltaik-Strategien entwickeln und umsetzen“ der Agentur für kommunalen Klimaschutz (Agentur) unterstützt Sie dabei. Neben einer Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in der Box eine Argumentationshilfe für eine kommunale Photovoltaik-Strategie und eine Checkliste für die Suche nach geeigneten Flächen.
Mobilität: Neues Fokuspapier online
Wie können Kommunen im ländlichen Raum klimafreundliche Mobilitätsangebote fördern, obwohl Wege weit und Ressourcen begrenzt sind? Im neuen Fokuspapier „Klimafreundliche Mobilität in ländlichen Räumen“ analysiert die Agentur strukturelle Rahmenbedingungen und Besonderheiten ländlicher Mobilität. Das praxisnahe Papier zeigt konkrete Lösungsansätze auf – von Rufbussen über Radverkehrsnetze bis zu Klimamobilitätsplänen.
Neues Papier zum Thema energetische Sanierungsmaßnahmen
Wie können Kommunen im privaten Gebäudebestand zu energetischen Sanierungen motivieren? Unser neues Fokuspapier erläutert die Möglichkeiten – von unterstützenden Maßnahmen und Beratungsangeboten über wirksame Öffentlichkeitsarbeit bis zu Werkzeugen zur Aktivierung. Jetzt informieren und Praxisbeispiele entdecken.
Der dena-Gebäudereport 2026
Mit über 100 Diagrammen, ergänzenden Kurzanalysen und drei ausführlichen Dossiers ist zu Beginn des Jahres der Gebäudereport 2026 der Deutschen Energie-Agentur (dena) erschienen. Er bietet in sechs Kapiteln Daten zum Gebäudebestand, Baustoffen, Gebäudetechnik, Energie, Bauwirtschaft und Förderungen und zur Dekarbonisierung in Deutschland. Neu dabei sind unter anderem Daten zu Wohnungseigentümergemeinschaften, Heimspeichern, Modelldaten zum privaten Endenergieverbrauch in Deutschlands Gemeinden und zu Fernwärme und Wärmeplanung. Der Gebäudereport steht online kostenlos zur Verfügung und kann als Download abgerufen werden.
Energieeffizienz voranbringen: EU-Training für lokale Projekte
Die EU-Kommission startet die zweite Runde der Vertiefungsschulung „Forum for Local Action on Energy Efficient Behaviour“ für lokale und regionale Behörden. Bis zum 2. April können Sie sich auf der Webseite der EU-Kommission bewerben und praxisnah lernen, wie wirkungsvolle Projekte für energieeffizientes Verhalten entwickelt und umgesetzt werden – inklusive Austausch mit Expertinnen und Experten und Behörden aus ganz Europa.
Kennen Sie schon…?
…die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima? Als Trägerin der gleichnamigen Allianz bringt sie über 1.600 Unternehmen, Organisationen, Kommunen und Privatpersonen zusammen, die sich für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung einsetzen. Als unabhängige Plattform informiert, berät, vernetzt und fördert die Allianz den Austausch aller Beteiligten. Ihr Angebot umfasst fundierte Bildungs- und Orientierungsformate zu Themen wie nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz, freiwilliger Treibhausgas-Ausgleich und Klimafinanzierung. Für Unterstützerinnen und Unterstützer gibt es zudem exklusive Veranstaltungsformate. Aktuell im Programm: Das Online-Seminar „Energiekonzepte für Kommunen“ am 21. April 2026, in dem praxiserprobte Lösungsansätze für die energetische Modernisierung kommunaler Gebäude vorgestellt werden.
Informationsveranstaltung für Hochschulen (Dienstag, 15. Mai 2026 | Online)
Die Mitarbeitenden der Agentur stellen Ihnen im Webinar die Fördermöglichkeiten der NKI vor – mit besonderem Fokus auf Hochschulen. So bekommen Sie schnell einen Überblick, wie Sie in Sachen Klimaschutz mit Fördermitteln des Bundes in Ihrer Institution aktiv werden können. Mehr erfahren
Die Kommunalrichtlinie im Überblick (Mittwoch, 20. Mai 2026 | Online)
Im Webinar zeigt Ihnen die Agentur, welche Fördermöglichkeiten die NKI bietet – insbesondere im Rahmen der Kommunalrichtlinie. Sie erfahren, wie Sie vor Ort Ihr Klimaschutzprojekt mit Fördermitteln des Bundes umsetzen können. Mehr erfahren
Basics für die treibhausgasneutrale Kommune: Klimaschutz bei knappen Kassen (Donnerstag, 25. Juni 2026 | Online)
In vielen Kommunen verschärft sich die finanzielle Lage, wodurch freiwillige Aufgaben wie Klimaschutz in Frage gestellt werden. Dennoch gibt es Wege, wie kommunaler Klimaschutz auch unter schwierigen Haushaltsbedingungen erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Webinar der Agentur greift dieses Spannungsfeld auf und zeigt, wie Kommunen ihre Klimaschutzziele trotz begrenzter finanzieller Mittel weiterverfolgen können. Vorgestellt werden Ansätze, um Kosten zu senken, Synergien zu nutzen und die kommunale Handlungsfähigkeit im Klimaschutz zu stärken. Mehr erfahren
Nachgezählt
Was haben zwei Paragraphen im Baugesetzbuch und die Energievorgaben fürs Bauen gemeinsam?
Sie haben Kommunen neue Türen für den Klimaschutz geöffnet: Mit der Klimaschutznovelle wurde 2011 im Baugesetzbuch (BauGB) erstmals festgeschrieben, dass Bauleitpläne sowohl dem Klimaschutz als auch der Klimaanpassung Rechnung tragen sollen – geregelt in Paragraph 1 Absatz 5 und Paragraph 1a Absatz 5 BauGB. Gleichzeitig erweiterte der Gesetzgeber den Werkzeugkasten der Kommunen: Über die Festsetzungsmöglichkeiten des Paragraph 9 Absatz 1 BauGB können klimafreundliche Anforderungen direkt im Bebauungsplan verankert werden. Flankiert wurden diese Änderungen damals durch strengere Vorgaben im Energie- und Gebäuderecht. Heute nutzen viele Städte und Gemeinden diese Spielräume, um Klimaschutz konkret werden zu lassen – zum Beispiel mit Vorgaben zur Dach- und Fassadenbegrünung oder zur klimafreundlichen Energieversorgung in neuen Quartieren.
#teamklimaschutz im Interview
Dieses Mal mit: Mona Kramer, Klimaschutzmanagerin in Konstanz (Baden-Württemberg, 85.770 Einwohnerinnen und Einwohner)
Welchen konkreten Hebel bietet die Bauleitplanung für kommunalen Klimaschutz – und wo liegen aus Ihrer Erfahrung die größten Potenziale?
Die Bauleitplanung kann ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument für kommunalen Klimaschutz sein, da sie langfristige Infrastruktur- und Flächenentscheidungen strukturell festlegt. Wichtige Ansatzpunkte sind beispielsweise:
- Flächensicherung, zum Beispiel für Heizungszentralen oder saisonale Speicher in Quartieren,
- Festsetzungen von Mindestflächen für Photovoltaik, die über landesrechtliche Vorgaben hinausgehen,
- Festsetzungen in Verbindung mit einer kommunalen Stellplatzsatzung, um die Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte zu fördern.
Idealerweise werden klimaschutzrelevante Themen von Beginn an in den Planungsprozess integriert, etwa im Rahmen städtebaulicher Entwürfe. Denn Vorgaben zu Dichte, kompakten Gebäudeformen und Orientierung bilden später die Grundlage für die Bauleitplanung und sichern, dass Neubauten energieeffizient sind und erneuerbare Energien optimal genutzt werden können. Insbesondere bei innerstädtischen Quartieren, in denen Flächenkonkurrenz besteht, ist es entscheidend, die angehenden Flächenbedarfe für die regenerative Wärme- und Stromversorgung und nachhaltiger Mobilitätsangebote mit zu planen.
Als Klimaschutzmanagerin wollen Sie Ihre Anliegen frühzeitig in Bauleitplanverfahren einbringen. Welche internen Strukturen haben sich dafür bewährt?
Ich denke, die Nähe zur Stadtplanung spielt dabei eine zentrale Rolle. Bei uns bin ich direkt im Amt für Stadtplanung und Umwelt angesiedelt, wodurch ein enger Austausch mit den Planungsverantwortlichen in der Stadtplanung gewährleistet wird und ich bei allen Bauleitplanverfahren von Anfang an beteiligt werde. Allerdings habe ich auch keinen direkten Vergleich zu anderen Strukturen.
Wie gelingt es Ihnen, Bauträger und Investoren von anspruchsvolleren Klimaschutzmaßnahmen zu überzeugen? Haben Sie positive Beispiele für Win-Win-Situationen?
Überzeugung gelingt vor allem durch konkrete, praxisnahe Vorteile für Bauträger und Investoren. Dazu zählen zum Beispiel niedrigere Betriebskosten durch effiziente Gebäudetechnik, Anschluss an erneuerbare Wärmenetze oder kompakte, wirtschaftliche Gebäudeformen.
Bei unseren ambitionierten Klimaschutzzielen [Anmerkung der Redaktion: Klimaneutralität bis 2035] helfen mir aber insbesondere flankierende Förderprogramme, die klimaschonenderes Bauen wirtschaftlich attraktiver machen, und unsere durch den Gemeinderat einstimmig beschlossene Klimaschutzstrategie, die eine klare Richtung in Sachen Stadt- und Quartiersentwicklung vorgibt. Auf dieser Basis hat der Gemeinderat entsprechende Beschlüsse gefasst, die konkrete Maßnahmen legitimieren und uns in Gesprächen mit Investorinnen und Investoren und Bauherrinnen und Bauherren eine verbindliche Argumentationsgrundlage bieten.
Auch hier gilt: Je früher klimaschutzrelevante Aspekte in die Planung integriert werden, desto wahrscheinlicher entsteht eine echte Win-Win-Situation für Investorinnen und Investoren, Kommune und zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner.
Wenn Sie auf abgeschlossene Projekte zurückblicken: Was würden Sie heute anders machen, und welche Lessons Learned können Sie weitergeben?
Seit sechs Jahren arbeite ich bei der Stadt Konstanz und in dieser Zeit ist mir klar geworden: Kommunen stecken bei der Umsetzung der Klimaschutzziele alle noch in einem Lernprozess. Wichtig ist, in jedem Projekt Durchhaltevermögen und Mut zu zeigen und die eigene Haltung beizubehalten, auch wenn sich Rahmenbedingungen sehr dynamisch ändern – Förderprogramme fallen weg oder Gesetze ändern sich, die neue Herausforderungen oder veränderte Rahmenbedingungen mit sich bringen.
Dabei hat man selbst oft gar nicht alles in der Hand, weil Entscheidungen von übergeordneten Strukturen oder politischen Vorgaben beeinflusst werden. Nach meiner Erfahrung ist es in solchen Situationen entscheidend, flexibel zu reagieren, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und Kompromisse zuzulassen – auch wenn Letzteres einem als Klimaschutzmanagerin manchmal schwerfällt.
Aus der Praxis
Bauleitplanung kann auf lokaler Ebene einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – das beweisen unter anderem folgende Projekte:
Wie sich Klimaschutz verbindlich in die Bauleitplanung integrieren lässt
Drei sogenannte Masterplan-Kommunen zeigen unterschiedliche Zugänge. Als Teilnehmerinnen des Bundesprogramms „Masterplan 100 % Klimaschutz“ haben sie sich zu besonders ambitionierten Klimaschutzzielen verpflichtet:
- Potsdam setzt neben der Festlegung von Klimazielen unter anderem auf erneuerbare Energien im Denkmalschutz. Alle Maßnahmen zur Stadtentwicklung und Bauleitplanung finden Sie im Maßnahmenkatalog auf den Seiten 2 bis 14. Zusätzlich erarbeitet Potsdam einen Energienutzungsplan und eine Stadtklimakarte als Planungsgrundlagen für die quartiersbezogene Klimaschutzarbeit.
- Die Stadt Osnabrück hat bereits 2008 per Ratsbeschluss ökologische Standards für alle Bebauungspläne eingeführt. Nach einer Wirksamkeitsprüfung wurden diese 2019 weiterentwickelt. Wie Osnabrück ökologische Belange in der Bauleitplanung verankert, lesen Sie hier.
- Magdeburg hat Bereiche mit Baubeschränkung festgelegt, damit dicht bebaute und belastete Siedlungsräume weiterhin ausreichend mit frischer und kühler Luft versorgt werden. Das Überraschende: Die abteilungsübergreifende Erarbeitung führte als positiver Nebeneffekt zu einem spürbar besseren Klimaverständnis in der gesamten Verwaltung.
Grundsatzbeschlüsse als Brücke zwischen Klimaziel und Baurecht
Die Stadt Rietberg hat für künftige Neubaugebiete Grundsatzbeschlüsse entwickelt, die Klimaschutz und Klimaanpassung in der Bauleitplanung verankern – gegliedert nach Themenfeldern wie Standort, Energie, Wasser, Hitze, Mobilität und Grünflächen. Vor der Beschlussfassung wurden die Vorschläge gemeinsam mit allen Fraktionen im Arbeitskreis beraten und rechtlich durch eine Kanzlei geprüft. Das zeigt: Auch kleinere Kommunen können mit klarer Prozessstruktur und fraktionsübergreifender Beteiligung belastbare Klimastandards ins Planungsrecht überführen. Nachzulesen auf der Seite des Umweltbundesamts.
Service und Wissen
Hilfreiche Materialien für Ihre Arbeit:
Bauleitplanung im Klimaschutz verstehen
In Zeiten des Klimawandels und der zunehmenden Urbanisierung gewinnt der Klimaschutz in der Bauleitplanung an Bedeutung. Zahlreiche Publikationen geben einen Überblick über die Möglichkeiten.
- Auf der Seite des digitalen Praxisleitfadens der Agentur finden Sie alles, was Sie für Ihre Planung benötigen. Das Kapitel „Planungsinstrumente für den kommunalen Klimaschutz“ gibt einen Überblick über formelle und informelle Instrumente und zeigt zusätzliche Handlungsmöglichkeiten auf.
- Das Fokuspapier „Klimaschutz in der Bauleitplanung“ der Agentur liefert fundiertes Wissen über die Bedeutung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in der Bauleitplanung – inklusive wesentlicher Instrumente und zahlreicher Praxistipps.
Klimaschutz in der Bauleitplanung praktisch anwenden
Leitfäden und Checklisten aus Wissenschaft und Praxis unterstützen Planerinnen und Planer bei der praktischen Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Bebauungsplan.
- Die Handreichung „Klima-Check in der Bauleitplanung“ der RWTH Aachen hilft dabei, Klimaschutz und -anpassung bereits in der frühen Phase von Bebauungsplänen zu verankern.
- Die praxisnahe „Checkliste für Festsetzungen zu Klimaschutz, Energie und Klimaanpassung im Bebauungsplan“ der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz hilft dabei, Bebauungspläne unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes zu überprüfen und zu optimieren.
- Auf der Seite Planungshilfen für die Bauleitplanung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr finden Sie zahlreiche Hinweise, wie Sie Flächennutzungs- und Bebauungspläne ausarbeiten und aufstellen können.
- In der Städtebaulichen Klimafibel des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg finden Sie praxisorientierte Hinweise und Empfehlungen, wie das Thema Stadtklima in der Bauleitplanung berücksichtigt werden kann.
- Der Leitfaden „Klimaschutz und Bebauungsplanung“ der Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung Berlin zeigt, wie energierelevante Anforderungen beim Klimaschutz mithilfe der Instrumente des Baugesetzbuches in der Bauleitplanung verankert werden können.
Wissen für Expertinnen und Experten: Klimaschutzaspekte in der Bauleitplanung vertiefen
Ob klimafreundliche Mobilität, urbanes Grün oder ressourcenschonende Stadtentwicklung: Zahlreiche Handreichungen zeigen, wie Kommunen Klimaschutz gezielt mithilfe der Bauleitplanung umsetzen können.
- Die Handreichung „Klimaschutz im Verkehr in der Bauleitplanung“ des Kompetenznetzes KlimaMobil liefert Planungsempfehlungen und Festsetzungsmöglichkeiten für vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung.
- Der Leitfaden „Mehr Grün durch verbindliche Bauleitplanung“ des Projekts Grüne Stadt der Zukunft zeigt, wie sich Bebauungspläne klimaorientiert ausrichten lassen und Klimaanpassung mittels Grünordnungsplan rechtsverbindlich festgesetzt werden kann.
- Im Hintergrundpapier „Ressourcenschutz durch Stadtplanung und Stadtentwicklung“ formuliert das Umweltbundesamt Empfehlungen an die Bundes- und Landesebene, wie sich Ressourcenschutz in Stadtplanung und -entwicklung stärken lässt.
- Der Leitfaden „Klimaschutz + Klimaanpassung in der kommunalen Planung“ des Deutschen Städte- und Gemeindebunds stellt planerische Gestaltungsmöglichkeiten von Städten und Gemeinden bei der Planung von Neubau- und Bestandsquartieren dar.
Ergänzende Steuerungsinstrumente zur Bauleitplanung
Von der verbindlichen Bauleitplanung über städtebauliche Verträge und Sanierungsmaßnahmen bis hin zur Stellplatzsatzung bietet das Planungsrecht ein breites Handlungsspektrum. Unsere „Steuerungsinstrumente für mehr Klimaschutz“ bieten Musterformulierungen, Anleitungen und Praxisbeispiele:
- Verbindliche Bauleitplanung
- Städtebauliche Verträge
- Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen
- Stellplatzsatzung
Neue Kolleginnen und Kollegen für das #teamklimaschutz
In unserem Stellenportal finden Sie kommunale Stellenangebote aus dem Bereich Klimaschutz. Aktuell mit dabei sind unter anderem folgende Positionen:
- Die Stadt Bendorf am Rhein sucht zum 1. Juli 2026 eine Energiemanagerin beziehungsweise einen Energiemanager.
- Auch die Stadt Oberhausen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt drei neue Kolleginnen und Kollegen für Energiemanagement und Energiewirtschaft.
Ihre Kommune oder Organisation aus dem kommunalen Umfeld und sucht Verstärkung in Sachen Klimaschutz? Senden Sie uns eine E-Mail mit Link zur Stellenausschreibung an agentur@klimaschutz.de und wir nehmen die Ausschreibung in unser Stellenportal auf.
Presseschau
Energiesparen macht Schule
An der Kay-Espenhayn-Förderschule im Leipziger Stadtteil Grünau messen Jugendliche den Stromverbrauch, werten Heizdaten aus und stoßen konkrete Veränderungen im Schulalltag an. Auf seiner Themenseite zeigt der Mitteldeutsche Rundfunk, was die Leipziger Schülerinnen und Schüler anders – und oft besser – machen als andere Schulen. Denn hier beginnt Klimaschutz bereits im Klassenzimmer und entfaltet durch Engagement vor Ort spürbare Wirkung. Beteiligung und gezielte Förderung helfen, junge Menschen als aktive Mitgestalter zu gewinnen. Den ganzen Beitrag können Sie hier nachlesen. Übrigens: Die Schule wurde als sächsischer Energiesparmeister 2025 ausgezeichnet.
Klimaschutz im Krankenhausalltag
Wie sich Klimaschutz im Krankenhausalltag verankern lässt, zeigt das hessische Klinikum Darmstadt. Es erfasst systematisch seine Energieverbräuche, reduziert Narkosegase und denkt Beschaffung neu. Der Bericht des Hessischen Rundfunks macht deutlich, wie groß die Hebel im Gesundheitssektor sind – und wie anspruchsvoll die Umstellung im laufenden Betrieb sein kann. Für kommunale Träger wird sichtbar: Klimaschutz lässt sich auch in sensiblen Infrastrukturen systematisch verankern, wenn Leitungsebene und Fachpersonal gemeinsam handeln. Den gesamten Beitrag können Sie sich hier anschauen.
Aus Alt mach Stadt von morgen
In deutschen Städten lagern riesige Mengen Stahl, Beton und Glas – gebunden in Bestandsgebäuden, die häufig abgerissen werden. Das Podcastformat „ARD Klima Update“ beleuchtet, wie Urban Mining Bauteile systematisch sichert und wiederverwendet. Für kommunale Bau- und Planungsämter eröffnet das neue Spielräume: weniger Primärrohstoffe, geringere Emissionen und langfristig sinkende Kosten. Überraschend ist dabei, wie viele Materialien bereits vorhanden sind – sie müssen nur als Ressource erkannt werden. Die ganze Folge können Sie hier nachhören.
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu)
Agentur für kommunalen Klimaschutz
Geschäftsführung: Prof. Dr. Jochen Monstadt, Luise Adrian
In Köln: Gereonstraße 18-32, 50670 Köln
In Berlin: Zimmerstr. 13-15, 10969 Berlin
Tel.: 030/39001-170
E-Mail: agentur@klimaschutz.de
Web: www.klimaschutz.de/agentur
Web: www.difu.de
Sitz: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: HRB 114959 B
Gesellschafter: Verein für Kommunalwissenschaften e.V.
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