Allgemeine Information

Stadt Freiburg im Breisgau

25.000 Euro Preisgeld für den „Green Industry Park“
Kommunen

Die Auszeichnung wurde für das Projekt „Green Industry Park“ zur klimaschonenden Energieversorgung eines Gewerbe- und Industriegebietes vergeben. Die dort ansässigen Unternehmen rufen gemeinsam Klimaschutzmaßnahmen ins Leben, um das Gewerbegebiet „grüner“ zu machen.

  • Besprechung zum "Green Industry Park"
    © hearts&minds/Difu

Vom „Industriegebiet Nord“ zum „Green Industry Park Freiburg“

In Freiburgs größtem und ältestem Gewerbegebiet, dem „Industriegebiet Nord“ sind 300 Unternehmen mit rund 15.000 Beschäftigten auf 300 Hektar angesiedelt. Damit handelt es sich um Freiburgs zentralen Standort für Produktion, Handel und Dienstleistungen, auf den zehn Prozent der gesamtstädtischen CO2-Emissionen gehen. Da es sich lohnt, hier einen Hebel für mehr Energieeffizienz anzusetzen, setzt das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg zusammen mit der Freiburger Wirtschaftsförderung, dem regionalen Energiedienstleister Badenova und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme seit 2013 auf die Initiative „Green Industry Park Freiburg“. Zum Kernteam zählen mittlerweile rund 70 ansässige Unternehmen. Ziel ist die Entwicklung des Gewerbegebietes zu einem nachhaltigen, ressourcenschonenden und energieeffizienten Industriegebiet und Stadtteil mit Modellcharakter. Dabei geht es neben einzelbetrieblichen Lösungen zur Energieeinsparung auch darum, die Energie im gesamten Gebiet optimal zu verteilen. Der Schlüssel zum Erfolg des Projektes liegt in der intensiven Vernetzung der Partner rund um die Themen Energieeinsparpotenziale sowie Kooperations- und Optimierungsmöglichkeiten im Bereich Umwelt- und Klimaschutz.

Video zum ausgezeichneten Projekt

 

Herr Martin Horn (Oberbürgermeister) zur Verwendung des Preisgeldes:

„Der „Green Industry Park“ zeigt, dass die Vernetzung der Betriebe untereinander der Schlüssel für die effiziente Energienutzung in Gewerbegebieten ist. Das alte „Industriegebiet Nord“ hat sich auf den Weg zu einem modernen, energieeffizienten und smarten Produktionsstandort mit modellhaftem Charakter gemacht. Das Preisgeld werden wir in eine neue PV-Anlage im Industriegebiet Nord investieren.“

Vorreiter in Sachen Energieeffizienz im Gewerbegebiet

Arbeitsgrundlage für alle Aktivitäten ist ein Klimaschutzteilkonzept. Dieses wurde 2014 unter städtischer Führung gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort erarbeitet. Es enthält rund 70 Maßnahmenvorschläge, von denen viele bereits umgesetzt werden. Mit dem „Schnellcheck Energieeffizienz“ beispielsweise unterstützt der lokale Energieversorger die Betriebe dabei, einen raschen Überblick über die eigenen Energieverbräuche zu bekommen. Der Netzwerkgedanke spiegelt sich insbesondere in seit 2015 regelmäßig stattfindenden Themen-Workshops im „Green Industry Park“ wider. Die Teilnehmenden sind bei einem Unternehmen zu Gast und besichtigen gleich vor Ort ein Best-Practice-Beispiel zu Themen wie Energiemanagement, energieeffiziente Beleuchtung, Solarenergienutzung, effiziente Produktionsanlagen oder auch E-Mobilität. So kommen die Unternehmer miteinander ins Gespräch, und weitere gemeinsame Initiativen entstehen. Mit dem Bau eines Niedertemperatur-Fernwärmenetzes wird aktuell ein echtes Leuchtturmprojekt verwirklicht. Bisher ging eine große Menge Abwärme des Industrieunternehmens Rhodia Acetow GmbH ungenutzt verloren. Über ein neues Fernwärmenetz werden zukünftig die Messe, ein Autohaus und ein Stadtverwaltungsgebäude mit dieser Wärme beheizt. Dieses Netz soll noch vergrößert werden, und weitere Interessenten, wie zum Beispiel der Sportclub Freiburg mit seinem Stadion, sollen angebunden werden.

Ohne eine zentrale Koordination und intensive Öffentlichkeitsarbeit wäre all dies nicht möglich, die Stadt Freiburg hat deshalb extra eine Stelle geschaffen. Der Internetauftritt der „Green City Freiburg“ spricht gezielt Unternehmen an und motiviert sie zum Mitmachen. Die Presse ist regelmäßig Gast bei öffentlichen Events. Besuchergruppen aus dem In- und Ausland sind häufig im Gebiet anzutreffen. Eine Broschüre und Präsentationen unterstützen dabei, das Projekt auch überregional vorzustellen.

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Ansprechpartner:
Sabine Wirtz
Stadt Freiburg
Umweltschutzamt
Tel.: 0761/2016148
E-Mail: sabine.wirtz@stadt.freiburg.de

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