Allgemeine Information

Zahlen und Fakten

Seit der Initiierung der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums im Jahr 2008 wurden bis Ende 2018 mehr als 28.750 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 905 Millionen Euro durchgeführt. Durch diese Projekte wurden Gesamtinvestitionen von über 2,9 Milliarden Euro ausgelöst. Mit einem Euro Förderung wurde somit mehr als das Dreifache an Mitteln für den Klimaschutz mobilisiert. Dabei wurde - und wird weiterhin - durch die Förderung von investiven Vorhaben eine Minderung der Treibhausgasemissionen um insgesamt rund 11 Millionen Tonnen CO2–Äquivalente (netto über die Wirkdauer) realisiert.

Weitere Treibhausgasreduktionen von 8,5 Millionen Tonnen CO2–Äquivalente (brutto über die Wirkdauer) wurden darüber hinaus durch nicht-investive Vorhaben angestoßen.

Die Wirkungen und die Wirksamkeit der Förderung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative wurden auch durch die Evaluierungen bestätigt. Die Evaluierungsberichte für die Jahre 2008-2011, 2012-2014 sowie 2015-2017 enthalten neben dem Gesamtüberblick jeweils auch Ergebnisse zu den einzelnen Förderprogrammen. Der Evaluierungsbericht 2015-2017 enthält zudem auch kumulierte Daten und Ergebnisse von zehn Jahren NKI-Förderung im Zeitraum 2008-2017 (siehe ergänzend auch die Programm-Steckbriefe).

Die Förderungen der NKI sind somit ein Hebel für den Klimaschutz. Die eingesetzten Fördermittel ziehen ein Vielfaches an Investitionen für den Klimaschutz nach sich. Sie sind ein Anreiz und geben Anstoß mitzumachen. Die Förderprogramme der NKI unterstützen Kommunen, Unternehmen und Verbraucher dabei, einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Kommunen bringen den Klimaschutz nach vorn

Die NKI unterstützt mit der Kommunalrichtlinie Städte, Gemeinden und Landkreise beim Klimaschutz. Auch kommunale Unternehmen, soziale oder kulturelle Organisationen sowie Sportvereine können Anträge stellen. Die Förderung zielt darauf ab, den Klimaschutz vor Ort zu stärken und den Erfahrungsaustausch untereinander zu intensivieren. Die Förderschwerpunkte decken ein breites Spektrum ab: Unterstützt werden Beratungsleistungen, die Erstellung von Klimaschutzkonzepten, Personal für das Klimaschutzmanagement und investive Maßnahmen, wie z.B. die Umstellung von Beleuchtungsanlagen auf LED, Investitionen für eine nachhaltige Mobilität, bspw. durch Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs, oder in die Sanierung von Kläranlagen und die Trinkwasserversorgung.

Von 2008 bis Ende 2018 hat die NKI im Rahmen der Kommunalrichtlinie rund 14.400 Projekte in mehr als 3.450 Kommunen mit rund 605 Millionen Euro unterstützt. Es wurden so zusätzlich Investitionen in Höhe von rund 1,0 Milliarden Euro ausgelöst.

 

Kommunalrichtlinie – Anzahl bewilligter Projekte nach Art (2008-2018)

© Bundesumweltministerium

 

Kommunalrichtlinie - Anzahl bewilligte Projekte nach Bundesländern (2008 - 2018)

© Bundesumweltministerium

 

Innovationen für den Klimaschutz

Seit 2008 fördert die NKI Innovative Klimaschutzprojekte zur Beratung und Information, zum Kapazitätsaufbau und Erfahrungsaustausch, zur Vernetzung und Qualifizierung im Klimaschutz. Die Projekte heben vorhandene Potenziale zur Minderung von Treibhausgasemissionen und beseitigen Hemmnisse in den Zielgruppen Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher und Bildung.

Der erfolgreiche Förderaufruf für Innovative Klimaschutzprojekte gingim Jahr 2018 bereits in die achte Runde. Auch in diesem Jahr sollen wieder neue Lösungsansätze für den Klimaschutz identifiziert werden. Dazu gehören unter anderem Projekte, die Akteure einzelner Branchen konkret für den Klimaschutz sensibilisieren oder den Know-how-Transfer zwischen Kommunen fördern.

 

Innovative Klimaschutzprojekte – Mittelabfluss nach Bereichen in Millionen Euro (2008 - 2018)

© Bundesumweltministerium

Energie sparen beim Kühlen

Mit der Kälte-Klima-Richtlinie fördert das Bundesumweltministerium im Rahmen der NKI Maßnahmen zum Klimaschutz an Kälte- und Klimaanlagen. Hiervon profitieren beispielsweise Betreiber von Supermärkten, von Klimaanlagen in Verwaltungsgebäuden oder von Krankenhäusern, aber auch Bäcker, Metzger und andere Gewerke, die Kühlräume oder zu kühlende Produktionsräume bzw. Produktionsanlagen betreiben. Die geförderten Anlagen verbrauchen durch die Verwendung hocheffizienter Komponenten und Systeme erheblich weniger Energie und verursachen dadurch deutlich geringere CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung. Zudem werden durch den Einsatz nicht-halogenierter Kältemittel die direkten Treibhausgasemissionen verringert. Seit Beginn des Jahres 2019 werden erstmals auch Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen gefördert, wenn diese CO2 als Kältemittel einsetzen.

Von 2008 bis Ende 2018 wurden rund 2.450 Kälte- und Klimaanlagen in Unternehmen und Wohnhäusern mit rund 175 Millionen Euro gefördert.

 

Kälte-Klima-Richtlinie: Anteil der geförderten Anlagen nach Branchen (2008 - 2018)

© Bundesumweltministerium