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23. Apr. 2026

Neuer Leitfaden: Kommunalen Klimaschutz im Gebäudebereich stärken

Eine neue Publikation aus dem Projekt „BauKlima-Kommunal“ unterstützt Kommunen dabei, Bau- und Sanierungsvorhaben über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden klimafreundlicher zu planen.

Viele Kommunen stehen im Gebäudebereich vor großen Aufgaben: Sanierungsbedarfe, steigende Energiekosten sowie begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen erschweren es, kommunale Klimaschutzziele zu erreichen. Gleichzeitig braucht es praxistaugliche Instrumente, die Kommunen bei klimaverträglichen Entscheidungen im Gebäudebereich unterstützen. 

Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt „Ganzheitlichen kommunalen Klimaschutz durch nachhaltiges Bauen und Sanieren stärken (BauKlima-Kommunal)“ umgesetzt. Es wurde von der Deutschen Umwelthilfe e. V., der Technischen Universität München sowie der Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung e. V. getragen und im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Ziel des Vorhabens war es, Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich deutlich zu mindern und wirksame Maßnahmen für nachhaltiges und lebenszyklusbasiertes Bauen und Sanieren auf kommunaler Ebene zu verankern und auszuweiten. 

Leitfaden für die Praxis 

Als Ergebnis des Projekts liegt nun die Publikation „Kommunalen Klimaschutz durch lebenszyklusbasiertes Bauen und Sanieren stärken – Leitfaden für die kommunale Baupraxis“ vor. 

Der Leitfaden richtet sich vor allem an kommunale Akteure, die die Transformation hin zu einem klimafreundlichen Gebäudebestand aktiv mitgestalten wollen und bietet ihnen praxisnahe Unterstützung. Grundlage sind Analysen und lebenszyklusbasierte Bewertungen von sechs kommunalen Bauprojekten. Dabei werden die Treibhausgasemissionen von Abriss, Neubau und Sanierung über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, um daraus praxisnahe Entscheidungshilfen für die kommunale Baupraxis abzuleiten. 

Projektbausteine: Analyse, Beratung, Weiterbildung, Austausch 

Der Leitfaden steht nicht für sich allein, sondern baut auf mehreren Projektbausteinen auf. Das Vorhaben unterstützte ausgewählte Kommunen bei der Planung und Umsetzung konkreter Bau- und Sanierungsprojekte und entwickelte daraus Entscheidungshilfen für weitere Kommunen. Zugleich analysierte das Projekt Referenzprojekte, bot Weiterbildungsangebote an und stärkte den Austausch zwischen kommunalen Akteuren und weiteren Fachleuten. 

Zu diesem Austausch trugen auch regionale Workshops und bundesweite Akteursforen bei. Dort wurden Ergebnisse aus Referenzobjekten vorgestellt, mit kommunalen Akteuren diskutiert und in Handlungsempfehlungen für die Praxis überführt. Auf dieser Grundlage entstand auch der nun veröffentlichte Leitfaden, der Projekterkenntnisse für weitere Kommunen bündelt und zugänglich macht. 

Projektabschluss in Berlin: Erkenntnisse für die kommunale Praxis 

Zum Ende des Projekts wurden zentrale Herausforderungen noch einmal bei einer Abschlussveranstaltung in Berlin diskutiert. Im Mittelpunkt standen Fragen, wie sich der Sanierungsstau in Kommunen auflösen lässt, wie Städte und Gemeinden ihrer Vorbildrolle im Klimaschutz gerecht werden können und welche Unterstützung sie dafür von Bund und Ländern benötigen. Die Abschlussveranstaltung markierte damit nicht nur das Projektende, sondern griff auch Themen auf, die im Leitfaden für die kommunale Baupraxis vertieft werden. 

Mit dem neuen Leitfaden liegt ein konkretes Projektergebnis vor, das die im Vorhaben erarbeiteten Erkenntnisse für die kommunale Praxis bündelt. Er kann Kommunen dabei unterstützen, Bau- und Sanierungsentscheidungen langfristiger zu betrachten und Klimaschutzaspekte systematisch in Planung und Umsetzung einzubeziehen. Damit ergänzt die Publikation den fachlichen Austausch und die Unterstützungsangebote, die im Projekt „BauKlima-Kommunal“ aufgebaut wurden.