Klimafreundliches Flutlicht in Wermelskirchen
Durch die Umrüstung von drei Sportanlagen auf moderne LED-Technik hat die Stadt Wermelskirchen die Trainings- und Spielbedingungen verbessert und den Energieverbrauch dauerhaft gesenkt. Eine intelligente Steuerung sorgt zusätzlich für einen effizienten Betrieb der neuen Lichtanlagen.
Projekttitel
Sanierung der Flutlichtanlagen der Stadt Wermelskirchen für Dabringhausen Höferhof, Pohlhausen und Kleinfeld
Projektnehmer
Stadt Wermelskirchen
Projektlaufzeit
01.04.2024 bis
06.12.2025
Projektkontakt
Angela Köhnlein
a.koehnlein@wermelskirchen.de
Fördersumme
20.125 Euro
Förderkennzeichen
67K28836
Förderprogramm
Auf einen Blick
In Wermelskirchen wurden auf drei Sportplätzen die bestehenden Flutlichtanlagen auf LED-Technik umgerüstet. Dabei ersetzte die Stadt die bisherigen Halogenleuchtköpfe durch moderne LED-Flutlichter.
Ausgangspunkt des Projekts war die Rückmeldung der örtlichen Sportvereine: Die vorhandene Beleuchtung reichte für den Spiel- und Trainingsbetrieb in den Abendstunden nicht mehr aus. Nach einer Prüfung durch die Stadtverwaltung beschlossen Sportausschuss und Verwaltung die Modernisierung der Anlagen. Ziel war es, die Sportplätze so auszustatten, dass ein normgerechter Spielbetrieb für die Kreis- und Landesliga gewährleistet werden kann.
Neben der besseren Ausleuchtung bietet die neue LED-Technik weitere Vorteile: Sie verbraucht deutlich weniger Energie als die bisherigen Leuchten und entlastet damit dauerhaft die Stromkosten der Vereine. Zudem sind LED-Leuchten langlebiger und wartungsärmer.
Auch die schwieriger werdende Beschaffung herkömmlicher Leuchtmittel spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Nachdem Anfang 2024 am Sportplatz Höferhof zwei alte Strahler ausgefallen waren, konnte zunächst nur eine Zwischenlösung umgesetzt werden. Mit der abgeschlossenen Umrüstung sind die Fußballanlagen in Wermelskirchen nun zukunftsfähig und energieeffizient ausgestattet.
Herausforderungen und Lösungen
Die neue LED-Technik spart vor allem dann Energie, wenn die Beleuchtung im Trainingsbetrieb auf 75 Lux läuft. Deshalb ist diese Einstellung standardmäßig festgelegt. Nur bei Abendveranstaltungen oder Spielen unter Flutlicht wird die maximale Beleuchtungsstärke freigeschaltet.
Im Trainingsbetrieb lassen sich dadurch gegenüber der alten Flutlichttechnik deutliche Energieeinsparungen erzielen. Unter diesen Bedingungen kann sich die Investition voraussichtlich innerhalb von sieben bis acht Jahren amortisieren. Im Spielbetrieb steigt der Stromverbrauch kurzfristig auf mehr als das Doppelte an.
Damit die Beleuchtung bedarfsgerecht genutzt wird, kann die Stadt Wermelskirchen alle Anlagen zentral steuern. Über eine App lässt sich die Nutzung der Flutlichtanlagen einsehen und kontrollieren. Trainer, städtische Mitarbeitende und weitere berechtigte Personen erhalten je nach Bedarf Zugriff auf die Steuerung der Anlagen.
Die bisherigen Erfahrungen mit der App-Steuerung fallen positiv aus. Das System arbeitet zuverlässig und unterstützt einen effizienten Betrieb der Anlagen. Gleichzeitig hilft die zentrale Steuerung dabei, die Beleuchtung am tatsächlichen Bedarf auszurichten. Früher konnte das Flutlicht über Schalter in den Kabinen nahezu uneingeschränkt bedient werden. Dabei wurde auch im Trainingsbetrieb häufig eine höhere Beleuchtungsstärke genutzt als erforderlich.
Erfolge und Erfolgsrezept
Wichtig ist, die Anforderungen der späteren Nutzerinnen und Nutzer frühzeitig zu erfassen und den tatsächlichen Bedarf realistisch zu prüfen. Bereits in der Planungsphase sollte auf energieeffiziente und zukunftssichere Technik gesetzt werden, da herkömmliche Leuchtmittel zunehmend nicht mehr verfügbar sind.
Auch die Steuerungs- und Regelungsmöglichkeiten der Anlagen sollten von Anfang an mitgedacht werden, um Energieeinsparungen dauerhaft sicherzustellen. Einheitliche Systeme erleichtern zudem Wartung, Bedienung und Ersatzteilbeschaffung.
Hilfreich war außerdem, die beteiligten Vereine frühzeitig einzubinden und Fördermöglichkeiten rechtzeitig zu prüfen.