Umrüstung auf energieeffiziente LED-Leuchten in der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule
Auf optimale Bedingungen kommt es an, gerade beim Sport. Umso mehr, wenn die Menschen, die trainieren, aufgrund einer Sehbehinderung darauf besonders angewiesen sind. Unter "optimale Bedingungen" fällt für sie eine gute, geräuscharme Beleuchtung, die ihnen die Orientierung in der Turn- oder Schwimmhalle erleichtert. Das weiß man auch an der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule in Königs Wusterhausen, an der Kinder und Jugendliche mit Sehschädigung lernen. Dort wurde die Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Leuchten umgerüstet, um gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun.
Projektnehmer
Landkreis Dahme-Spreewald
Projektlaufzeit
01.09.2019 bis
31.08.2020
Projektkontakt
-
Fördersumme
73.901 Euro
Förderkennzeichen
03K11991
Förderprogramm
Gerade im Sportunterricht, ob in Turn- oder Schwimmhalle, kommt es für die Schützlinge von Stefanie Venner-Zinn darauf an: auf die richtige Beleuchtung. Seit drei Jahren unterrichtet Venner-Zinn an der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule in Königs Wusterhausen sehgeschädigte sowie blinde Kinder und Jugendliche. „Wichtig ist, dass das Licht nach dem Einschalten schnell seine volle Leuchtkraft entfaltet. Und dass in der Schwimmhalle genug Licht auf der Wasseroberfläche ankommt, um sie gleichmäßig auszuleuchten.“, erklärt sie.
Für den Sport an der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule die optionalem Rahmenbedingungen zu schaffen, war das Anliegen von Schulleiter Fred Oelschläger – zumal der Energieverbrauch der Beleuchtungsanlage in Sport- und Schwimmhalle nicht mehr zeitgemäß war. Im Austausch mit Torsten Müller, dem Technischen Leiter des Gebäude- und Immobilienmanagements des Landkreises Dahme-Spreewald, nahm der Plan im Jahr 2015 Gestalt an: die Umrüstung der Beleuchtung auf LED. Möglich gemacht hat das die Förderung im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums.
Individuelle Lösung gefunden
„Die Hemmschwelle für diese Fördermaßnahme ist sehr gering.“ Sören Stiller, Inhaber des Planungsbüros Kügler Ingenieure aus Cottbus, der die Klimaschutzmaßnahme vor Ort umgesetzt hat, ist von der Schlagkraft der Förderung überzeugt. Auch wenn die Anforderungen nicht immer einfach umzusetzen gewesen seien, habe man zusammen mit dem Projektträger Jülich nach Lösungen und sinnvollen Kompromissen gesucht, die trotzdem die CO2-Einsparziele erfüllen. Die neuen energieeffizienten LED-Leuchten, die in beiden Hallen eingebaut worden sind, werden mit einer tageslichtabhängigen Regelung gesteuert, so Stiller. Reicht das natürliche Licht von draußen für den individuellen Bedarf nicht aus, ist es auch möglich, das Licht von Hand einzuschalten.
https://soundcloud.com/klimakompetenz/tatort-klimaschutz-folge-2-konigswusterhausen
Auch Torsten Müller ist rundum überzeugt von der Maßnahme: „Das Projekt lohnt sich aus mindestens zweierlei Gründen: Zum einen haben wir einen wirtschaftlichen Vorteil, weil wir Betriebskosten einsparen, und der andere Effekt, den wir hier erzielen, ist eine deutliche Qualitätssteigerung für den Nutzer.“ An der Marie-und-Herrmann-Schmidt-Schule profitiert davon nicht nur der Schul-, sondern auch der Vereinssport. Und das Wichtigste: Die Sportlerinnen und Sportler zeigen sich begeistert von der Maßnahme, weil sie für sie eine deutliche Veränderung gebracht hat – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Klimaschutz, Inklusion und Teilhabe Hand in Hand gehen können.