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01. Apr. 2021

Klimaschutz und Klimaanpassung in Pflegeeinrichtungen

Das Bundesumweltministerium unterstützt Pflegeeinrichtungen bei der Anpassung an den Klimawandel. Zum Start des Projekts „klimafreundlich pflegen – überall!“ übergab am 30. März der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold der Arbeiterwohlfahrt einen Förderscheck.

Scheckübergabe
Scheckübergabe
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Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Deutschland spürbar. Von den zunehmenden Hitzewellen sind besonders ältere und kranke Menschen betroffen. Das Bundesumweltministerium unterstützt Pflegeeinrichtungen dabei, die Gesundheit der Pflegebedürftigen zu schützen und den Treibhausgasausstoß zu verringern. Am 30. März übergab Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) für das bundesweite Verbundprojekt „klimafreundlich pflegen – überall!“ einen symbolischen Förderscheck über rund 1,65 Millionen Euro. Das Bundesumweltministerium fördert das Vorhaben über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI).

Florian Pronold sagte: „Das AWO-Projekt verankert den Klimaschutz in der stationären Pflege und reduziert damit die Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig trifft es Vorsorge gegen den Klimawandel, um die Pflegebedürftigen und das Personal vor dessen Folgen zu schützen. Diese beiden Aspekte unterstützen wir gerne. Denn nur in einer gesunden Umwelt können auch gesunde Menschen leben."

Gemeinsam Klimaschutzmaßnahmen erarbeiten

In den nächsten drei Jahren werden die Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt zunächst ihren CO2-Fußabdruck analysieren. Darauf aufbauend legen die Projektteams gemeinsam mit der Belegschaft und den Bewohner*innen einzelne Klimaschutzmaßnahmen fest. Neben einer klimafreundlicheren Energieversorgung und Anreise der Mitarbeitenden zu ihren Arbeitsplätzen wird eine gesunde klimafreundliche Ernährung im Mittelpunkt des Projekts liegen.
Das Klimaschutzpotenzial in Pflegeeinrichtungen ist hoch: Die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Pflegeplatz liegen bei etwa 7,4 Tonnen im Jahr und das Einsparpotenzial beträgt rund 15 Prozent davon. Dies entspricht einer möglichen jährlichen Einsparung von rund 1,1 Tonnen CO2 pro Pflegeplatz. Etwa 1 Prozent der deutschen Bevölkerung leben in Pflegeheimen. Durch die Hebung des Klimaschutzpotenzials in allen Pflegeheimen könnten mehr als 900.000 Tonnen CO2 jährlich in Deutschland eingespart werden.

Netzwerke aufbauen, Strukturen schaffen

Basierend auf den Erfahrungen des Vorläufervorhabens „klimafreundlich pflegen“ arbeiten in dem neuen Projekt unter der Leitung des AWO Bundesverbandes insgesamt sechs Verbundpartner der Arbeiterwohlfahrt zusammen. In den Regionen Nord, Mitte/Ost, Südost, Südwest, und West sowie in Berlin-Brandenburg sollen insgesamt 80 weitere AWO-Pflegeeinrichtungen für mehr Klimaschutz gewonnen werden. Zehn Einrichtungen aus dem Vorgängerprojekt dienen den neu hinzukommenden dabei als Mentoren.

Neu eingesetzte Regionalkoordinator*innen sollen regionale Netzwerke aufbauen und Strukturen schaffen. So können sie das Thema dauerhaft begleiten und auch nach Abschluss des Projekts weitertragen. Zudem sollen die gewonnenen Erkenntnisse über den Projektverbund hinaus anderen Pflegeheimen zur Verfügung gestellt und so die Pflege in Deutschland insgesamt klimafreundlicher gestaltet werden.

Förderprogramme für soziale Einrichtungen

Das Bundesumweltministerium fördert Sozialeinrichtungen mit mehreren Programmen, die Teil des Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung sind. So soll auch das Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ die Lebensqualität betreuungsbedürftiger Menschen sowie das Arbeitsumfeld von Pflege- und Betreuungspersonal verbessern.

Weiterhin unterstützt das Bundesumweltministerium den sozialen Bereich mit dem Förderprogramm „Sozial & Mobil“. Hier können soziale Einrichtungen, die rein batterieelektrische Neufahrzeuge kaufen oder leasen, eine Förderung erhalten. Das Programm richtet sich vor allem an Unternehmen und Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen, wie Pflegedienste, Physiotherapeut*innen oder Behindertenfahrdienste. Für das Flottenaustauschprogramm stehen 200 Millionen Euro zur Verfügung.