Allgemeine Information

Landkreis Grafschaft Bentheim

25.000 Euro für Grafschafter Elektro-Carsharing
Kommunen

Die Auszeichnung im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2021" wurde für die Realisierung eines kreisweiten Carsharing-Angebots mit Elektrofahrzeugen vergeben. Mit diesem zusätzlichen Mobilitätsangebot baut der Landkreis seine in den letzten Jahren geschaffenen „Mobilitätsdrehscheiben“ erfolgreich weiter aus.

  • © Hearts&Minds/Difu

Video zum ausgezeichneten Projekt

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Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl zur Verwendung des Preisgeldes:

„Das Carsharing-Angebot ist als Gemeinschaftsprojekt von Landkreis und kreisangehörigen Kommunen verwirklicht worden. Insofern wollen wir die Kommunen gerne am Preisgeld teilhaben lassen. So sollen in allen kreisangehörigen Kommunen an exponierten Stellen heimische Baumarten angepflanzt und insektenfreundliche Beete angelegt werden. Beispielsweise wird im Eingangsbereich zur Kreisverwaltung ein ca. 200 qm großes terrassenförmiges Beet mit einer heimischen Staudenmischbepflanzung angelegt, das Insekten und Solitärbienen reichhaltige Nahrung bieten wird. Gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen werden wir so den Klimaschutz- und Naturschutzgedanken weiter in die Fläche tragen.“

Factsheet zum Projekt:

Alle Infos zusammengefasst in einem Factsheet: barrierefreies PDF zum Download.

E-Carsharing als klimafreundlicher Motor für den ländlichen Raum – kreisweit
Wie kann man Mobilität im ländlichen Raum verbessern und gleichzeitig klimafreundlich gestalten? Wie reduziert man die Notwendigkeit, ein eigenes Auto anzuschaffen? Mit dem „Grafschafter Elektro-Carsharing“ ist Anfang April 2021 ein Gemeinschaftsprojekt an den Start gegangen, das alle sieben kreisangehörigen Kommunen auf ganz neue und nachhaltige Weise miteinander verbindet: Seither ist jede Kommune mit einem eigenen Elektrofahrzeug ausgestattet, das zu 100 Prozent mit Ökostrom geladen wird. Das E-Carsharing-Angebot ergänzt die neuen „Mobilitätsdrehscheiben“, die im Landkreis im Rahmen der Reaktivierung einer alten Bahnstrecke bereits aufgebaut worden sind. An diesen können Bürger*innen ganz im Sinne der Multimodalität unter anderem ein auf den Zugverkehr abgestimmtes ÖPNV-Angebot sowie Fahrradabstellplätze und Park & Ride-Angebote nutzen.

Bei der Realisierung des kreisweiten Gemeinschaftsprojektes hat der Landkreis die lokalen Bedingungen ganz genau in den Blick genommen. Um das Carsharing-Angebot für die Nutzer*innen möglichst attraktiv zu gestalten, wurden bereits in der Ausschreibung für einen passenden Carsharing-Dienstleister konkrete Vorgaben gemacht, z.B. für eine praxistaugliche Reichweite der Fahrzeuge, für Quernutzungsmöglichkeiten in Kommunen außerhalb des Landkreises sowie für ein günstiges und kundenfreundliches Tarifsystem. Um das Ausprobieren und den Umstieg zu erleichtern, gibt es nun einen Einstiegstarif ohne Mindestvertragslaufzeit und ohne monatliche Grundgebühr.

Tagsüber fahren – nachts aufladen
Damit möglichst viele Menschen von den Carsharing-Fahrzeugen profitieren können, sind die E-Autos hauptsächlich für den Einsatz auf Kurzstrecken gedacht, z.B. für Einkaufsfahrten oder Arztbesuche, und daher nur tagsüber entleihbar. Über Nacht werden die Fahrzeuge an den Entleihstandorten aufgeladen. Auf diese Weise garantiert der Landkreis zu den Nutzungszeiten einen hohen Batterieladestand.

Für die erfolgreiche Umsetzung des kreisweiten Projektes waren alle kreisangehörigen Kommunen frühzeitig in die Ausgestaltung eingebunden. Auch weitere Kooperationspartner, wie der Klimaschutzbeirat Grafschaft-Bentheim, der Verein Lokale Aktionsgruppe Region Grafschaft Bentheim e.V. sowie die Bentheimer Eisenbahn unterstützen das Projekt. Um die Bürger*innen vom neuen und nachhaltigen Mobilitätsangebot zu überzeugen, hat der Landkreis frühzeitig über die Presse darauf aufmerksam gemacht. Flyer und eine eigene Homepage „www.grafschafter-carsharing.de“ informieren über die Nutzungsbedingungen und Registrierungsmöglichkeiten.

Finanziert wird das Projekt zu 40 Prozent vom Landkreis und den kreisangehörigen Kommunen. Die restlichen 60 Prozent stammen aus Fördermitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raum („LEADER-Richtlinie“), die dem Landkreis bis 2023 zur Verfügung stehen.