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Einrichtung einer Klimaschutzkoordination

Nachfolgend finden Sie umfassende Informationen: Lesen Sie alles Wissenswerte zum Inhalt der Förderung und den Voraussetzungen - viele Fragen zur Antragstellung werden direkt beantwortet:

  • Was wird gefördert?

    Gefördert wird die Einrichtung einer Klimaschutzkoordination in Organisationen, die im intermediären Sinne Aufgaben für die Organisationseinheiten der untergeordneten Ebene übernehmen. Die Klimaschutzkoordination fungiert dabei als Bindeglied zwischen der geförderten Organisation und ihren untergeordneten aber selbständigen Organisationen und übernimmt Vermittlungs- und Beratungsaufgaben.

    Bezuschusst werden Ausgaben für 

    • den Einsatz von Fachpersonal für die Klimaschutzkoordination, das im Rahmen des Vorhabens zusätzlich über eine neu eingerichtete Projektstelle beschäftigt wird,
    • die Erstellung von Energie- und CO2-Bilanzen im Rahmen einer Auftragsvergabe an einen fachlich qualifizierten externen Dienstleister, 
    • begleitende Öffentlichkeitsarbeit, 
    • professionelle Prozessunterstützung von maximal zehn Tagen im Vorhaben 
    • sowie Dienstreisen zu den unterstützten Organisationseinheiten. 

    Warum es sich für Sie lohnt:

    • Mit der Klimaschutzkoordination aktivieren Sie Ihre Organisationseinheiten, die mit ihren Klimaschutzbemühungen noch ganz am Anfang stehen oder die für eigene Bemühungen keine Kapazitäten haben.
    • Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglichen Sie diesen Organisationseinheiten, im Klimaschutz aktiv zu werden. Sie tragen dadurch dazu bei, die Treibhausgasemissionen ihrer untergeordneten Organisationseinheiten zu reduzieren und den Klimaschutz in Ihrer gesamten Organisation voranzutreiben. 

    Und so geht’s:

    • Um einen Antrag stellen zu können, muss Ihnen ein Beschluss des obersten Entscheidungsgremiums Ihrer Organisation vorliegen, der besagt, dass eine Klimaschutzkoordination eingerichtet werden soll. Außerdem benötigen Sie Teilnahmeerklärungen von mindestens 25 % Ihrer untergeordneten Organisationseinheiten. 
  • Wer wird gefördert?

    Antragsberechtigt sind übergeordnete Organisationen, die für ihre untergeordneten, selbständigen Organisationseinheiten die Klimaschutzkoordination übernehmen. 

    Übergeordnete Organisationen sind zum Beispiel

    • Landkreise, 
    • Sportbünde
    • sowie Wohlfahrtverbände.

    Alle Antragsberechtigten finden sich unter Nummer 5.1 der Kommunalrichtlinie.

  • Förderquoten
    • Der Zuschuss beträgt 70 % der förderfähigen Gesamtausgaben.
    • Finanzschwache Kommunen und Antragstellende aus Braunkohlegebieten (gemäß § 2 Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 8. August 2020) können 90 % der förderfähigen Gesamtausgaben als Zuschuss erhalten.
      • Als finanzschwach gelten Kommunen, die nachweislich an einem landesrechtlichen Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm teilnehmen oder denen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bescheinigt wird.
      • Antragstellende aus Braunkohlerevieren müssen keinen gesonderten Nachweis erbringen, um von der erhöhten Förderquote zu profitieren. Hier genügt die Zuordnung über Ihre Postleitzahl. Bitte beachten Sie, dass Sie die erhöhte Förderquote explizit im easy-Online-Formular (siehe „Antragsverfahren und Antragstellung“) beantragen müssen.
  • Antragsverfahren und Antragstellung

    Förderanträge können Sie das ganze Jahr über stellen. 

    Bitte füllen Sie dazu folgende Unterlagen aus (siehe Links & Downloads):

    • eine Vorhabenbeschreibung Klimaschutzkoordination gemäß Mustervorlage,
    • einen easy-Online-Antrag 4.1.7 Einrichtung einer Klimaschutzkoordination,
    • Teilnahmeerklärungen von mindestens 25% der Organisationseinheiten.

    Reichen Sie den Antrag einschließlich der Vorhabenbeschreibung  über easy-Online ein. Wenn Sie über eine qualifizierte elektronische Signatur verfügen, ist Ihre Antragstellung damit abgeschlossen. 
    Sofern Sie nicht über eine qualifizierte elektronische Signatur verfügen, drucken Sie bitte alle Unterlagen nach dem Absenden aus, lassen sie durch die bevollmächtigten Personen unterzeichnen und senden sie innerhalb von zwei Wochen postalisch an:

    Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH 
    Stresemannstraße 69 
    10963 Berlin

    Für den von Ihnen beantragten Förderschwerpunkt gelten die im Technischen Annex (siehe Links & Downloads) festgelegten Anforderungen und Voraussetzungen - bitte beachten Sie diese bei der Antragstellung.

  • Weitere Informationen

    Folgt in Kürze.

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen

    Was ist eine Organisationseinheit?

    Als Organisationseinheiten gelten selbständige Organisationen, aber keine Betriebsteile der übergeordneten Organisation. Klimaschutzkoordinationen bei Landkreisen unterstützen beispielsweise ihre zugehörigen Gemeinden, auch bei anderen Antragstellern soll die jeweils unterste Ebene an selbstständigen Organisationseinheiten koordiniert werden. Liegenschaften und Tochter-Einrichtungen sind dabei nicht als eigene Organisationsebene zu betrachten, sondern gehören zur Gemeinde beziehungsweise ihren jeweiligen Trägern.

    Ist die Förderung einer Klimaschutzkoordination auch für Netzwerke, zum Beispiel Hochschulnetzwerk mit einzelnen Hochschulen als Organisationseinheiten möglich?

    Nein. Netzwerke sind keine übergeordneten Organisationen im Sinne der Kommunalrichtlinie. Ein Netzwerk zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass die Netzwerkteilnehmenden in einem horizontalen Verhältnis zueinanderstehen. Die Kooperation von Einheiten auf der gleichen Organisationsebene sind nicht im Rahmen der Klimaschutzkoordination förderfähig.

    Ist die Förderung einer Klimaschutzkoordination auch für Hochschulen, zum Beispiel mit einzelnen Instituten als Organisationseinheiten möglich?

    Nein. Institute, Fakultäten, Fachbereiche und ähnliche gelten nicht als selbständige Organisationseinheiten im Sinne der Kommunalrichtlinie.

    Was bedeutet intermediär?

    Intermediär bezeichnet die Rolle der Klimaschutzkoordination als Vermittler und Bindeglied, die sie zwischen der geförderten Organisation und ihren selbständigen, untergeordneten Organisationseinheiten einnimmt.

    Was ist eine Teilnahmeerklärung?

    Die Teilnahmeerklärung ist eine Absichtserklärung einer Organisationseinheit, die Unterstützung durch die Klimaschutzkoordination in Anspruch zu nehmen und den Klimaschutz in der Organisationseinheit strategisch zu verankern.

    Was sind die Aufgaben der Klimaschutzkoordination?

    • Aktivierung bisher nicht aktiver Organisationseinheiten – wie Gemeinden, Vereine, Kirchengemeinden, Bezirke oder ähnlicher. Die Aktivierung erfolgt zum Beispiel durch Anregung zur Umsetzung einfacher Maßnahmen, die zur Minderung der Treibhausgase beitragen, oder durch Beratung zu solchen Maßnahmen,
    • Motivation der teilnehmenden Organisationseinheiten, die verfügbaren Klimaschutzangebote ihrer Organisation in Anspruch zu,
    • Vermittlung regionaler Akteur*innen und regional fachlicher Ansprechpartner*innen für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten,
    • Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten für die Umsetzung von Maßnahmen,
    • Übermittlung von Wünschen und Bedürfnissen der teilnehmenden Organisationseinheiten an ein eventuell bestehendes Klimaschutzmanagement – dadurch können bedarfsgerechte Angebote aufgebaut werden,
    • Langfristige Schnittstellenfunktion zu weiteren Klimaschutzstellen auf der intermediären Ebene – wie der Kreisebene – oder sonstigen Stellen, beispielsweise zu Klimaschutzagenturen auf Landesebene
    • sowie Unterstützung bei der Entwicklung von Energie- und Treibhausgasbilanzen.

    Welches Ziel soll mit der Klimaschutzkoordination erreicht werden und welche Anforderungen gelten für sie?

    Durch Know-how, Fachwissen und organisatorische Unterstützung sollen die zu betreuenden Einheiten dazu befähigt werden, selbst aktiv zu werden – die Einheiten erhalten durch die Klimaschutzkoordination Hilfe zur Selbsthilfe. Mit Fachwissen und im besten Falle sogar Erfahrung im Bereich Klimaschutz sowie ein motivierendes und überzeugendes Auftreten berät die Klimaschutzkoordination die an der Koordination teilnehmenden Organisationseinheiten.

    Was ist der Unterschied zwischen einer Klimaschutzkoordination und einem Klimaschutzmanagement?

    Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass mit der Klimaschutzkoordination die untergeordneten Organisationseinheiten (OE) der geförderten Organisation unterstützt werden, den Klimaschutz strategisch bei sich zu verankern. Dagegen unterstützt das Klimaschutzmanagement die eigene Organisation in Bezug auf die Erstellung und Umsetzung eines Klimaschutzkonzeptes. Wesentliche Unterschiede zeigt die Tabelle:

    Klimaschutzkoordination Klimaschutzmanagement
    Informiert die OE zu Möglichkeiten der Treibhausgasreduktion und vermittelt die THG-Bilanz für die OE Erstellt für die eigene Organisation ein Klimaschutzkonzept

    Erarbeitet zusammen mit den OE individuelle und treibhausgasmindernde Maßnahmen

    Erarbeitet im Klimaschutzkonzept Maßnahmen für die eigene Organisation
    Initiiert und begleitet die Umsetzung von Maßnahmen, die mit den OE erarbeitet wurden Begleitet die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept 
    Erarbeitet für die OE Angebote zur
    Information der Öffentlichkeit über Erfordernisse und Möglichkeiten des Klimaschutzes in den OE
    Informiert die Öffentlichkeit und relevante Akteur*innen über Inhalte, Maßnahmen und Umsetzung des Klimaschutzkonzepts
    Sensibilisiert und mobilisiert Zielgruppen und Akteur*innen der OE Sensibilisiert und mobilisiert Bürger*innen
    Erarbeitet für die OE Angebote zur
    Information der Öffentlichkeit über Erfordernisse und Möglichkeiten des Klimaschutzes in den OE
    Informiert die Öffentlichkeit und relevante Akteur*innen über Inhalte, Maßnahmen und Umsetzung des Klimaschutzkonzepts
    Verankert den Klimaschutz in den OE Verankert den Klimaschutz in der eigenen Organisation 

     

    Können in einer Einrichtung ein Klimaschutzmanagement und eine Klimaschutzkoordination gleichzeitig gefördert werden?

    Ja. Die Aufgaben der beiden sind klar abgrenzbar (siehe Tabelle zur vorherigen Frage).

    Warum ist die Klimaschutzkoordination besonders für kleine Gemeinden das passende Instrument?

    Kleine Gemeinden sind in vielen Förderprogrammen als Profiteure unterrepräsentiert. Hemmnisse sind neben zu wenig Personalkapazitäten zur Beantragung der Förderung auch das geringere Know-how sowie schlechtere Möglichkeiten, dort eine Personalstelle ausschließlich für Klimaschutz einzurichten. Daher muss von der übergeordneten Ebene der Landkreise Unterstützung und Aktivierung ausgehen – was eine Klimaschutzkoordination gewährleistet.

    Können alle Organisationen die Erstellung von Energie- und CO2-Bilanzen im Rahmen einer Auftragsvergabe an externe Dienstleister fördern lassen?

    Nein. Nur für Organisationseinheiten, für die noch keine Energie- und CO2-Bilanzen beziehungsweise kein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt wurde, kann eine solche Förderung beantragt werden. Außerdem dürfen die Brutto-Kosten des Auftrags 5.000,00 EUR pro Organisationseinheit nicht überschreiten.

    Was beinhaltet die Prozessunterstützung?

    An neu eingestellte Klimaschutzkoordinator*innen werden sehr hohe Anforderungen gestellt, gleichzeitig muss die Qualität der Prozesse erhöht werden. Deshalb wird eine professionelle Prozessunterstützung der Klimaschutzkoordinator*innen durch fachkundige Dienstleister gefördert. Die Leistungen müssen so konzipiert sein, dass sie dem*der Klimaschutzkoordinator*in zu einem späteren Zeitpunkt das selbstständige Bearbeiten ähnlicher Aufgaben ermöglichen.

    Förderfähige Leistungen sind zum Beispiel:

    • Prozessunterstützung zur Mobilisierung von Verwaltung und Akteur*innen,
    • Moderation von Informationsprozessen,
    • Unterstützung beim Klimaschutz-Wissensmanagement,
    • Austausch und Dialog hinsichtlich der Verbreitung des Klimaschutzgedankens
    • sowie Ideen und Strategien zur Vernetzung von Akteur*innen beziehungsweise zum Aufbau von Partnerschaften.

    Zusätzliche Hilfe kann für folgende Leistungen beantragt werden:

    • professionelle Moderation von Veranstaltungen mit Akteur*innen der Untereinheiten,
    • Unterstützung beim Aufdecken erster niederschwelliger Klimaschutzmaßnahmen,
    • Erstellung von Akteursanalysen und -übersichten, damit eine regionale Vernetzung möglich wird
    • sowie im Einzelfall Prozessunterstützung in der Organisationsberatung in den kleinen Kommunen vor Ort.

    Gibt es für die begleitende Öffentlichkeitsarbeit eine Grenze mit Blick auf die förderfähigen Ausgaben?

    Ja. Die die begleitende Öffentlichkeitsarbeit darf einen Bruttobetrag von 5.000,00 EUR nicht überschreiten.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch über

  • spezifische Fachfragen zu den Förderschwerpunkten
  • zuwendungsfähige Ausgaben für Ihr Förderprojekt
  • das Ausfüllen von Formularen und online-Tools
  • Fristen, Termine oder unerwartete Herausforderungen im laufenden Projekt
Ihr Ansprechpartner
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
  • Links & Downloads
    4.1.7 Vorhabenbeschreibung Klimaschutzkoordination

    xlsx | 488.71 KB

    Teilnahmeerklärung Organisationseinheiten

    pdf | 459.05 KB

    Kommunalrichtlinie

    pdf | 300.38 KB

    Technischer Annex

    pdf | 213.78 KB