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Einrichtung einer Klimaschutzkoordination

Nachfolgend finden Sie umfassende Informationen: Lesen Sie alles Wissenswerte zum Inhalt der Förderung und den Voraussetzungen - viele Fragen zur Antragstellung werden direkt beantwortet:

  • Was wird gefördert?

    Gefördert wird die Einrichtung einer Klimaschutzkoordination in Organisationen, die im intermediären Sinne Aufgaben für die Organisationseinheiten der untergeordneten Ebene übernehmen.

    Intermediäre Organisationen und ihre Aufgaben im Rahmen der Klimaschutzkoordination:

    Der Fördermittelgeber denkt hier insbesondere an Landkreise und die entsprechende Ausgestaltung in Erzdiözesen, Landeskirchen, Sportbünde, regionale Wohlfahrtsverbände etc. Diese Intermediäre können ihre Untereinheiten in vielerlei Hinsicht im Klimaschutz unterstützen, woraus folgende Aufgaben abgeleitet werden können:

    • Aktivierung von bisher nicht aktiven Gemeinden, Vereinen, Kirchengemeinden, Bezirke etc. durch Anregung zur Umsetzung niederschwelliger THG-Minderungsmaßnahmen und zur Beratung zu Möglichkeiten zur THG-Reduktion
    • Motivation der teilnehmenden Organisationen zur Inanspruchnahme von Klimaschutzangeboten, die die intermediäre Ebene anbietet (Lotsenfunktion)
    • Vermittlung von regionalen Akteuren und regionalen fachlichen Ansprechpartnern für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten
    • Beratung zur Finanzierung und Durchführung von Fördervorhaben
    • Übermittlung von Wünschen / Bedürfnissen der teilnehmenden Organisationen an ein eventuell bestehendes Klimaschutzmanagement, damit es bedarfsgerechte Angebote aufbauen kann
    • Langfristige Schnittstellenfunktion zu weiteren Klimaschutzstellen auf der intermediären Ebene (z. B. Kreisebene) oder sonstigen Stellen (z. B. Klimaschutzagenturen auf Landesebene)
    • Unterstützung bei der Entwicklung von Energie- und Treibhausgasbilanzen

    Ziel der Klimaschutzkoordination:

    Ziel der Klimaschutzkoordination ist es, die zu betreuenden Einheiten durch Know-how, Fachwissen und organisatorische Unterstützung zu befähigen, selbst aktiv zu werden. Die Klimaschutzkoordination bietet somit individuelle Unterstützungsleistungen an. Die Anforderungen an eine Klimaschutzkoordination sind somit hoch: Sie verfügt über Fachwissen, im besten Falle Erfahrung im Bereich Klimaschutz sowie durch ein motivierendes und überzeugendes Auftreten. Sie berät unabhängig und Hersteller- bzw. Dienstleisterneutral.

    Klimaschutzkoordination in Landkreisen:

    Kleine Gemeinden sind in vielen Förderprogrammen als Nutznießer unterrepräsentiert. Hemmnisse sind: zu wenig Personalkapazitäten in kleinen Gemeinden, weniger Know-how und auch kaum Chancen, das Personal dort nur für Klimaschutz aufzubauen. 

    Insofern ist es notwendig, geeignete übergeordnete Ebenen (Landkreise) zu befähigen, diese kleinen und ländlichen Gemeinden zu aktivieren und zu unterstützen. In Abgrenzung zum ggf. bereits bestehenden Klimaschutzmanagement auf Landkreisebene für die kreisangehörigen Gemeinden schafft die Klimaschutzkoordination keine Klimaschutzangebote für Gemeinden, sondern sie unterstützt kleine Gemeinden, selbst aktiv zu werden (Hilfe zur Selbsthilfe). Im besten Falle besteht auf Landkreisebene ein Klimaschutzmanagement oder eine Klimaschutzagentur, die entsprechend Angebote aufbauen kann.

    Abgrenzung Klimaschutzmanagement auf Landkreisebene von Klimaschutzkoordination:

    Das Klimaschutzmanagement beschäftigt sich inhaltlich sehr stark mit der Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen des Landkreises (für die eigenen Zuständigkeiten) oder der landkreisangehörigen Kommunen. Es steht im direkten Zusammenhang mit dem Klimaschutzkonzept (entweder durch die Erstellung oder durch die Umsetzung). Insofern ist es die Aufgabe des Klimaschutzmanagements auf Landkreisebene, Angebote für Kommunen zu entwickeln, die den Klimaschutz in den Gemeinden stärken. Beispiele hierfür sind: Unterstützungsangebote für Gemeinden beim Aufbau des kommunalen Energiemanagements, Auf- und Ausbau von Angeboten zur Verbesserung der klimafreundlichen Mobilität, Vernetzung von Akteuren in Bezug auf die Realisierung von Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien (z. B. Genossenschaften). In solche Projekte wird die KS-Koordination nicht einsteigen. Sie kümmert sich im Gegenzug insbesondere darum, dass auch jene Kommunen, die sich bisher nicht in diese Prozesse eingebracht und die bisher nicht von etablierten Angeboten profitiert haben, aktiv werden und zukünftig an diesen Angeboten partizipieren können.

     

    Zuwendungsfähig sind Leistungen zur Unterstützung bei der Durchführung prozessrelevanter Aufgaben sowie fachliche Unterstützung bei der Prozessgestaltung, Prozessdurchführung und Prozessmoderation z. B.

    • Prozessunterstützung zur Mobilisierung von Verwaltung und Akteuren
    • Moderation von Informationsprozessen
    • Unterstützung beim Klimaschutz-Wissensmanagement
    • Austausch und Dialog hinsichtlich der Verbreitung des Klimaschutzgedankens
    • Ideen und Strategien zur Vernetzung von Akteuren / zum Aufbau von Partnerschaften

     

    Ev. braucht man zusätzlich noch Hilfe in folgenden Punkten:

    • Professionelle Moderation von Veranstaltungen mit Akteuren der Untereinheiten
    • Unterstützung beim Aufdecken erster niederschwelliger Klimaschutzmaßnahmen
    • Erstellung von Akteursanalysen und -übersichten, damit eine regionale Vernetzung überhaupt möglich wird
    • Ggf. Prozessunterstützung in der Organisationsberatung in den kleinen Kommunen vor Ort
  • Wer wird gefördert?

    Antragsberechtigt sind übergeordnete Organisationen, die für ihre untergeordneten, selbständigen Organisationseinheiten die Klimaschutzkoordination übernehmen.

    Voraussetzungen:

    • Es liegt ein Beschluss des obersten Entscheidungsgremiums der antragstellenden Organisation über die Einrichtung einer Klimaschutzkoordination für die Organisationseinheiten mit den o.g. Aufgaben vor
    • Es müssen von mindestens 25 % der Organisationseinheiten des Antragstellers formlose Teilnahmeerklärungen vorliegen
  • Förderquoten

    70 % Regelförderquote

    90 % für finanzschwache Kommunen oder Antragstellende aus Braunkohlegebieten

    Kommunen gelten als finanzschwach, sofern Sie an einem Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm des Landes teilnehmen oder wenn ihnen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bestätigt wird. Ein entsprechender Nachweis ist jeweils beizufügen.

    Antragsteller aus den Braunkohlerevieren müssen keinen Nachweis erbringen, um eine erhöhte Förderquote zu erhalten. Hier genügt die Zuordnung über den Ort des Antragstellers. Bitte beachten Sie, dass die erhöhte Förderquote explizit im easy-Online-Formular (s. Akkordeon Antragsverfahren und Antragstellung) beantragt werden muss.

  • Antragsverfahren und Antragstellung

    Anträge können ganzjährig eingereicht werden.

    Als Antrag einzureichen sind:

    Nach Absenden des easy-Online-Antrags ist dieser auszudrucken, rechtsverbindlich zu unterzeichnen und zusammen mit der Vorhabenbeschreibung innerhalb von 2 Wochen postalisch einzusenden an:

    Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

    Stresemannstraße 69

    10963 Berlin

  • Weitere Informationen

    Folgt in Kürze.

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen

    Was ist der Unterschied zwischen Klimaschutzkoordination und Klimaschutzmanagement?

     Der wesentliche Unterschied ist, dass mit der Klimaschutzkoordination die untergeordneten Organisationseinheiten (OE) der geförderten Organisation unterstützt werden, den Klimaschutz strategisch bei sich zu verankern. Das Klimaschutzmanagement dagegen unterstützt die eigene Organisation in Bezug auf die Erstellung und Umsetzung eines Klimaschutzkonzeptes. Wesentliche Unterschiede sind auch in folgender Tabelle dargestellt:

    Klimaschutzkoordination

    Klimaschutzmanagement

    Information der OE zu Möglichkeiten der Treibhausgasreduktion und Vermittlung THG-Bilanz für die OE

    Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die eigene Organisation

    Gemeinsame Erarbeitung von individuellen, treibhausgasmindernden Maßnahmen mit den OE

    Maßnahmen für die eigene Organisation werden/wurden im Klimaschutzkonzept erarbeitet

    Initiierung und Begleitung der Umsetzung von Maßnahmen, die mit den OE erarbeitet wurden

    Begleitung der Umsetzung von Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept

    Erarbeitung von Angeboten an die OE für die Information der Öffentlichkeit über Erfordernisse und Möglichkeiten des Klimaschutzes in den OE

    Information der Öffentlichkeit und relevanten Akteure über Inhalte, Maßnahmen und Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes

    Sensibilisierung und Mobilisierung von Zielgruppen/Akteuren der OE

    Sensibilisierung und Mobilisierung von BürgerInnen

    Verankerung des Klimaschutzes in den OE

    Verankerung des Klimaschutzes in der eigenen Organisation

     

    Können in einer Einrichtung ein Klimaschutzmanagement und eine Klimaschutzkoordination gleichzeitig gefördert werden?

     Ja, das ist möglich. Die Aufgaben sind klar abgrenzbar (s. Tabelle oben).

    Ist die Förderung einer Klimaschutzkoordination auch für Hochschulen (z.B. mit einzelnen Instituten als OE) möglich?

    Nein, weil Institute, Fakultäten, Fachbereiche etc. nicht als selbständige Organisationseinheiten im Sinne der Kommunalrichtlinie gelten.

    Ist die Förderung einer Klimaschutzkoordination auch für Netzwerke (z. B. Hochschulnetzwerk mit einzelnen Hochschulen als OE) möglich?

    Nein, weil Netzwerke keine übergeordneten Organisationen im Sinne der Kommunalrichtlinie sind.

    Was ist mit Prozessunterstützung gemeint?

    Da an den/die neu eingestellten KlimaschutzkoordinatorIn sehr hohe Anforderungen gestellt werden und die Qualität der der Prozesse erhöht werden muss, wird eine professionelle Prozessunterstützung der KlimaschutzkoordinatorInnen durch fachkundige Dienstleister gefördert. Die Leistungen müssen so konzipiert sein, dass sie dem/der KlimaschutzkoordinatorIn zu einem späteren Zeitpunkt das selbstständige Bearbeiten ähnlicher Aufgaben ermöglichen.
    Zuwendungsfähig sind Leistungen zur Unterstützung bei der Durchführung prozessrelevanter Aufgaben sowie fachliche Unterstützung bei der Prozessgestaltung, Prozessdurchführung und Prozessmoderation z. B.

    • Prozessunterstützung zur Mobilisierung von Verwaltung und Akteuren
    • Moderation von Informationsprozessen
    • Unterstützung beim Klimaschutz-Wissensmanagement
    • Austausch und Dialog hinsichtlich der Verbreitung des Klimaschutzgedankens
    • Ideen und Strategien zur Vernetzung von Akteuren / zum Aufbau von Partnerschaften
    • Ev. braucht man zusätzlich noch Hilfe in folgenden Punkten:

    • Professionelle Moderation von Veranstaltungen mit Akteuren der Untereinheiten
    • Unterstützung beim Aufdecken erster niederschwelliger Klimaschutzmaßnahmen
    • Erstellung von Akteursanalysen und -übersichten, damit eine regionale Vernetzung überhaupt möglich wird
    • Ggf. Prozessunterstützung in der Organisationsberatung in den kleinen Kommunen vor Ort

Kommen Sie mit uns ins Gespräch über

  • spezifische Fachfragen zu den Förderschwerpunkten
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