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Erstellung von Machbarkeitsstudien

Nachfolgend finden Sie umfassende Informationen: Lesen Sie alles Wissenswerte zum Inhalt der Förderung und den Voraussetzungen - viele Fragen zur Antragstellung werden direkt beantwortet:

  • Was wird gefördert?

    Gefördert wird die Erstellung von Machbarkeitsstudien durch fachkundige externe Dienstleister. Die Machbarkeitsstudie beinhaltet – neben einer Bestandsaufnahme – eine Potenzialanalyse, im deren Rahmen technische und organisatorische Treibhausgasminderungspotenziale analysiert werden. Darauf aufbauend beinhaltet die Studie die Ergebnisse einer Vorplanungsphase, in der verschiedene Umsetzungsvarianten bewertet und eine Vorzugsvariante abgeleitet wird. Für diese Vorzugsvariante wird eine Entwurfs- und Genehmigungsplanung gefördert. Diese Inhalte sind an der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ausgerichtet.

    Das Ziel einer Machbarkeitsstudie ist es, anstehende Investitionen beziehungsweise Sanierungen oder Modernisierungen in dem Sinne vorzubereiten und zu planen, dass hohe Treibhausgasminderungspotenziale erzielt und Klimaschutzmaßnehmen umgesetzt werden können. 

    Bezuschusst werden Machbarkeitsstudien für Anlagen und Infrastrukturen, die Ingenieursdienstleistungen bedürfen, wie

    • Siedlungsabfalldeponien,
    • Abwasser- und Trinkwasserversorgungsanlagen,
    • Mobilitätsinfrastruktur,
    • Beleuchtungsanlagen
    • sowie weitere Anlagen und Infrastrukturen. 

    Warum es sich für Sie lohnt:

    • Eine Machbarkeitsstudie bietet eine Entscheidungsgrundlage für Investitionen in Anlagen und Infrastrukturen und hilft Ihnen, Entscheidungen im Sinne Ihrer Klimaschutzbemühungen zu treffen.
    • Mithilfe der Machbarkeitsstudie können Sie sicherstellen, dass Ihre geplanten Investitionen beziehungsweise Sanierungen oder Modernisierungen eine größtmögliche Reduktion von Treibhausgasen bewirken.
  • Wer wird gefördert?

    Gefördert werden beispielsweise

    • Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse,
    • kommunale Betriebe mit mindestens 25 Prozent kommunaler Beteiligung sowie Zweckverbände mit kommunaler Beteiligung,
    • Unternehmen, die einen kommunalen Entsorgungsauftrag übernommen haben,
    • öffentlich-rechtlich organisierte Wasserwirtschaftsverbände,
    • Bildungsträger und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe,
    • Hochschulen,
    • öffentliche, religionsgemeinschaftliche oder gemeinnützige Kultur-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen,
    • gemeinnützige (Sport-) Vereine
    • sowie Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus und ihre Stiftungen.

    Alle Antragsberechtigten finden sich unter Nummer 5.1 und 5.2 der Kommunalrichtlinie.

  • Förderquoten
    • Der Zuschuss beträgt 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben.
    • Finanzschwache Kommunen und Antragstellende aus Braunkohlegebieten (gemäß § 2 Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 8. August 2020) können 70 % der förderfähigen Gesamtausgaben als Zuschuss erhalten.
      • Als finanzschwach gelten Kommunen, die nachweislich an einem landesrechtlichen Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm teilnehmen oder denen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bescheinigt wird.
      • Antragstellende aus Braunkohlerevieren müssen keinen gesonderten Nachweis erbringen, um von der erhöhten Förderquote zu profitieren. Hier genügt die Zuordnung über Ihre Postleitzahl. Bitte beachten Sie, dass Sie die erhöhte Förderquote explizit im easy-Online-Formular (siehe „Antragsverfahren und Antragstellung“) beantragen müssen.
  • Antragsverfahren und Antragstellung

    Förderanträge können Sie das ganze Jahr über stellen.

    Bitte füllen Sie dazu folgende Unterlagen aus:

    Reichen Sie den Antrag einschließlich der Vorhabenbeschreibung über easy-Online ein. Wenn Sie über eine qualifizierte elektronische Signatur verfügen, ist Ihre Antragstellung damit abgeschlossen.

    Sofern Sie nicht über eine qualifizierte elektronische Signatur verfügen, drucken Sie bitte alle Unterlagen nach dem Absenden aus, lassen sie durch die bevollmächtigten Personen unterzeichnen und senden sie innerhalb von zwei Wochen postalisch an:

    Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
    Stresemannstraße 69
    10963 Berlin

  • Weitere Informationen

    Folgt in Kürze.

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen

    Für welche Themen sind Machbarkeitsstudien über die Kommunalrichtlinie förderfähig?
    Die Themenauswahl ist nicht eingeschränkt. Wichtig ist, dass die Investitionen hinreichend komplex sind, damit eine Machbarkeitsstudie Sinn macht. Das gilt für die Themen Siedlungsabfalldeponien, Abwasser- und Trinkwasserversorgungsanlagen, Mobilitätsinfrastruktur, Beleuchtungsanlagen und weitere Anlagen und Infrastrukturen. Auch für beispielsweise emissionsarme, effiziente Vergärungsanlagen, Rechenzentren und Mobilitätsstationen können Machbarkeitsstudien gefördert werden.

    Gibt es besondere inhaltliche Anforderungen für die verschiedenen Themen, die in einer Machbarkeitsstudie behandelt werden?
    Ja. Für folgende Themen gelten laut Technischem Annex besondere inhaltliche Anforderungen:

    • Außen- und Straßenbeleuchtung: Die Machbarkeitsstudie überprüft folgende Aspekte des Insekten- und Naturschutzes:
      • Die Treibhausgasminderung und der Insekten- und Naturschutz werden gleichwertig berücksichtigt.
      • Das Thema Lichtverschmutzung wird adäquat adressiert durch die Überprüfung
        • der Leuchtdichte der Umgebung,
        • der Ausrichtung der Beleuchtung,
        • der Notwendigkeit getrennter Schaltung oder dynamischer präsenzabhängiger Beleuchtung,
        • der Wartungsfaktoren,
        • der möglichen Differenzierungen von Beleuchtungsstärke, Farbtemperatur und Leuchtkegel (Lichtverteilung) nach vorhandenen Habitattypen, Schutzgebieten, saisonalen Aktivitätsrhythmen und jeweiligen Anforderungen dämmerungsaktiver und lichtempfindlicher Tierarten.
           
    • Siedlungsabfalldeponien: Die Machbarkeitsstudie enthält folgende Inhalte:
      • Berechnung des Erfassungsgrads des Deponiegases für die aktuelle Deponiesituation und für die geplante Optimierung der Deponiegaserfassung. Der Erfassungsgrad wird aus dem Quotienten der mit dem Gaserfassungssystem erfassten Methangasmenge und der im Deponiekörper gebildeten Methanmenge berechnet.
      • Abschätzung über welche Zeiträume eine Nutzung des Deponiegases möglich ist und ab welchem Zeitpunkt die biologische Aktivität im Deponiekörper voraussichtlich so weit abgeklungen ist, dass eine aerobe In-situ-Stabilisierung der Deponie oder des Deponieabschnittes erfolgen kann.
         
    • Abwasserbehandlungsanlagen: Die in der Machbarkeitsstudie erarbeitete Vorzugsvariante muss mindestens folgende Ergebnisse erreichen:
      • Deckungsquote des Energiebedarfs für Strom und Wärme durch auf dem Grundstück mittels erneuerbarer Energien-Anlagen erzeugte Energie von mindestens 70 %,
      • spezifischer jährlicher Strombedarf der gesamten Anlage (inklusive lokal umgewandelter Energie) von maximal 23 kWh/Einwohnerwert bezogen auf die tatsächliche Belastung im Jahresmittel; ist oder wird die Kläranlage mit einer erweiterten Reinigungsstufe ausgerüstet (Mikroschadstoffe, Elimination von mikrobiellen Belastungen), kann der höhere spezifische Strombedarf dieser Reinigungsstufe von dieser Berechnung ausgenommen werden, sofern er separat ausgewiesen werden kann.
         
    • Trinkwasserversorgung: Die in der Machbarkeitsstudie erarbeitete Vorzugsvariante muss mindestens folgende Ergebnisse erreichen:
      • Senkung des spezifischen Energieverbrauchs pro m³ Trinkwasser um 20 % gegenüber dem Status quo, ohne dass hierdurch die Wasserqualität beeinträchtigt wird.

  • Detailberatung zur Kommunalrichtlinie
  • Unterstützung bei der Antragstellung
  • Vermittlung zu Seminaren und Antragspaten
Ihr Ansprechpartner
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Links und Downloads
Vorhabenbeschreibung Machbarkeitsstudie Abwasser

pdf | 1.35 MB

Vorhabenbeschreibung Machbarkeitsstudie Außenbeleuchtung

pdf | 1.45 MB

Vorhabenbeschreibung Machbarkeitsstudie Freies Thema

pdf | 1.46 MB

Vorhabenbeschreibung...

pdf | 1.43 MB

Vorhabenbeschreibung Machbarkeitsstudie Trinkwasser

pdf | 1.36 MB

Vorhabenbeschreibung Machbarkeitsstudie Vergärungsanlage

pdf | 1.38 MB

Kommunalrichtlinie 2022

pdf | 472.03 KB

Kommunalrichtlinie 2022 Technischer Annex

pdf | 351.76 KB