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Verbesserung des Ruhenden Radverkehrs und dessen Infrastruktur

Nachfolgend finden Sie umfassende Informationen: Lesen Sie alles Wissenswerte zum Inhalt der Förderung und den Voraussetzungen - viele Fragen zur Antragstellung werden direkt beantwortet:

  • Was wird gefördert?

    Gefördert werden neue Radabstellanlagen, das heißt nicht-bewegliche Anlagen oder Bauwerke zum Zwecke des Abstellens von Fahrrädern wie Anlehnbügel, Reihenparker oder Doppelstockparker sowie Fahrradparkhäuser einschließlich ihrer Ausstattung. Im Zusammenhang mit Radabstellanlagen oder Fahrradparkhäusern werden auch die Überdachung von Radabstellanlagen inklusive Beleuchtung und Netzanschluss, Abstellanlagen für Tretroller, Schließfächer mit Standardsteckdosen sowie SB-Servicestationen gefördert.

    Förderfähig sind außerdem netzautarke Photovoltaikanlagen mit Stromspeicher (sogenannte Inselanlagen), die für die Anlagentechnik benötigt werden, etwa für die Beleuchtung oder gegebenenfalls auch den Betrieb des Zugangssystems.

    Bezuschusst werden Ausgaben für

    • Vorbereitungen der Baustelle, zum Beispiel die Beräumung und das Herrichten der Fläche,
    • Tiefbauarbeiten, Pflasterarbeiten sowie die weitere Umgestaltung des Straßenraumes und der Zuwegung, soweit diese für die Errichtung der Radabstellanlagen beziehungsweise des Fahrradparkhauses erforderlich sind,
    • Sammelschließanlagen ab zehn Stellplätzen, inklusive Netzanschluss,
    • die Errichtung eines Fahrradparkhauses inklusive Netzanschluss,
    • die Umrüstung bestehender, für das Fahrradparken nutzbarer Infrastruktur,
    • Schließmechanismen.

    Warum es sich für Sie lohnt:

    • Eine durch Fahrradständer oder Fahrradparkhäuser verbesserte Radinfrastruktur macht das Fahrradfahren auch für Pendelnde attraktiver.
    • Indem Sie das Angebot für eine klimafreundliche Mobilität ausbauen, können Sie dazu beitragen, das motorisierte Verkehrsaufkommen zu reduzieren und Treibhausgasemissionen einzusparen.
  • Wer wird gefördert?

    Gefördert werden beispielsweise

    • Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse,
    • kommunale Betriebe mit mindestens 25 % kommunaler Beteiligung sowie Zweckverbände mit kommunaler Beteiligung,
    • Bildungsträger und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe,
    • Hochschulen,
    • öffentliche, religionsgemeinschaftliche oder gemeinnützige Kultur-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen,
    • gemeinnützige (Sport-) Vereine,
    • Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus und ihre Stiftungen.

    Alle Antragsberechtigten finden sich unter Nummer 5.1 der Kommunalrichtlinie.

  • Förderquoten
    • Der Zuschuss beträgt 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben.
    • Finanzschwache Kommunen und Antragstellende aus Braunkohlegebieten (gemäß § 2 Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 8. August 2020) können 65 % der förderfähigen Gesamtausgaben als Zuschuss erhalten.
      • Als finanzschwach gelten Kommunen, die nachweislich an einem landesrechtlichen Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm teilnehmen oder denen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bescheinigt wird.
      • Antragstellende aus Braunkohlerevieren müssen keinen gesonderten Nachweis erbringen, um von der erhöhten Förderquote zu profitieren. Hier genügt die Zuordnung über Ihre Postleitzahl. Bitte beachten Sie, dass Sie die erhöhte Förderquote explizit im easy-Online-Formular (siehe „Antragsverfahren und Antragstellung“) beantragen müssen.
  • Antragsverfahren und Antragstellung

    Förderanträge können Sie das ganze Jahr über stellen.

    Bitte füllen Sie dazu folgende Unterlagen aus (siehe Links & Downloads):

    • eine Vorhabenbeschreibung 4.2.5 c) Radabstellanlagen oder  4.2.5 c Fahrradparkhäuser gemäß Mustervorlage,
    • einen easy-Online-Antrag 4.2.5 Maßnahmen zur Förderung klimafreundlicher Mobilität,
    • Skizzen, Pläne oder Fotos des umzugestaltenden Bereichs,
    • gegebenenfalls tabellarische Ausgabenkalkulation, zum Beispiel nach DIN 276.

    Ihren Antrag können Sie unkompliziert und papierlos mittels TAN-Verfahren in easy-Online einreichen. Die Nutzung dieser Option kann das gesamte Antragsverfahren erheblich vereinfachen.

    Um sicherzustellen, dass der Antrag rechtsgültig eingereicht wurde, ist es lediglich erforderlich, dass das TAN-Verfahren von der unterschriftsberechtigten Person genutzt wird. Alle Informationen zum Vorgehen finden sich hier.

    Sofern das TAN-Verfahren von der jeweiligen Projektleitung oder einer anderen autorisierten Ansprechperson verwendet wird, muss eine unterschriebene oder digital signierte Vollmacht der unterschriftsberechtigten Person(en) als PDF-Dokument zusammen mit dem Antrag in easy-Online hochgeladen werden. Das gilt auch für den Fall, dass auf Seiten des Antragstellers aufgrund spezifischer Anforderungen wie Satzungsregelungen mehrere Personen zur Genehmigung eines Antrags erforderlich sind. Die Vollmacht kann jederzeit an die Projektträgerin unter nki-kommunalrichtlinie@z-u-g.org nachgereicht werden, wenn sie beim ursprünglichen Upload der Unterlagen nicht mit hochgeladen wurde.

    Sollten Sie nicht über eine qualifizierte elektronische Signatur verfügen, muss der Antrag einschließlich der einzureichenden Unterlagen zusätzlich per Post beim Projektträger eingereicht werden. Der Antrag muss rechtsverbindlich unterschrieben werden (das heißt unterschrieben von Person/en, die zeichnungsberechtigt ist/sind) und innerhalb zwei Wochen nach Einreichung bei easy-Online an den Projektträger an folgende Adresse gesendet werden:

    Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
    Stresemannstraße 69
    10963 Berlin

    Für den von Ihnen beantragten Förderschwerpunkt gelten die im Technischen Annex (siehe Links & Downloads) festgelegten Anforderungen und Voraussetzungen - bitte beachten Sie diese bei der Antragstellung.

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen

    Welche Ausgaben können im Rahmen der Kommunalrichtlinie nicht bezuschusst werden?
    Über die Kommunalrichtlinie nicht förderfähig sind Grundstückskosten, Planungsleistungen, Baunebenkosten, Finanzierungskosten sowie Ausgaben, die über eine Standardausstattung hinausgehen, zum Beispiel eine Videoüberwachung oder eine Werkstatt.

    Welche Radabstellanlagen können über die Kommunalrichtlinie nicht gefördert werden?
    Keine Zuschüsse können Sie für mobile Radabstellanlagen oder Fahrradboxen erhalten.

    Kann auch der Ersatz vorhandener Radabstellanlagen gefördert werden?
    Ein Ersatz vorhandener Radabstellanlagen kann nur gefördert werden, wenn die vorhandenen Anlagen nachweislich nicht mehr den Anforderungen der FGSV (Hinweise zum Fahrradparken) oder der DIN 79008-1:2016-05 entsprechen. Andernfalls kann nicht davon ausgegangen werden, dass dies zu einer Steigerung des Modal Splits zu Gunsten des Radverkehrs beiträgt und darüber relevante Treibhausgaseinsparungen erzielt werden.

    Werden Ladestationen für E-Bikes/Pedelecs/Elektrofahrräder mitgefördert?
    Grundsätzlich ist auch eine Ladeinfrastruktur für E-Bikes/Pedelecs/Elektrofahrräder zuwendungsfähig. Zu beachten ist jedoch, dass diese in Form von Schließfächern mit Standardsteckdosen zu installieren ist.

    Wird die Überdachung für Radabstellanlagen gefördert?
    Eine Überdachung kann zusätzlich zu den beantragten Radabstellanlagen gefördert werden. Die nachträgliche Errichtung eines Daches für bereits bestehende Radabstellanlagen ist nicht förderfähig.

    Welche Voraussetzungen müssen die Radabstellanlagen erfüllen? 
    Es müssten ortsfeste bauliche Anlagen sein oder Bauwerke, die dem Abstellen von Fahrrädern dienen.

    Wie wird im Rahmen der Kommunalrichtlinie eine Sammelschließanlage definiert?
    Sammelschließanlagen definiert die Kommunalrichtlinie als umschlossene Räume zum Abstellen von Fahrrädern mit weniger als 70 Stellplätzen. Umschlossene Räume mit mehr als 70 Stellplätzen definiert die Kommunalrichtlinie als Fahrradparkhäuser. Die Abgrenzung dient lediglich zur Auswahl der Vorhabenbeschreibung. Die Fördervoraussetzungen unter 4.2.5 c) bleiben für beide Varianten jedoch gleich.

    Welche Eigenschaften müssen die Fahrradparkhäuser aufweisen?
    Im Sinne der Richtlinie gelten Gebäude und umschlossene Räume mit mehr als 70 Stellplätzen für Fahrräder als Fahrradparkhäuser.

    Ist eine integrierte PV-Anlage für die Sammelschließanlage weiterhin zuwendungsfähig?
    PV-Inselanlagen zur Stromversorgung der Fördergegenstände sind für die Förderschwerpunkte "4.1.8 c) Ausgewählte Klimaschutzmaßnahmen" aus einem Klimaschutzkonzept und "4.2.5 Maßnahmen zur Förderung klimafreundlicher Mobilität" zuwendungsfähig. Eine Einspeisung des Stroms muss jedoch ausgeschlossen bleiben.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch über

  • spezifische Fachfragen zu den Förderschwerpunkten
  • zuwendungsfähige Ausgaben für Ihr Förderprojekt
  • das Ausfüllen von Formularen und online-Tools
  • Fristen, Termine oder unerwartete Herausforderungen im laufenden Projekt
Ihr Ansprechpartner
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
  • Links & Downloads
    Vorhabenbeschreibung Fahrradparkhäuser

    xlsx | 656.57 KB

    Vorhabenbeschreibung Radabstellanlagen

    xlsx | 880.17 KB

    Kommunalrichtlinie

    pdf | 540.78 KB

    Technischer Annex

    pdf | 375.36 KB