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17. Aug. 2023

Auszubildende aus sechs Kommunen für Klimaschutzaktivitäten prämiert

Azubiteams aus der Stadt Bad Honnef, dem Landkreis Freyung-Grafenau, dem Hohenlohekreis, der Stadt Leinefelde-Worbis, der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich und der Samtgemeinde Uchte haben beim Wettbewerb „Kommunale Klimascouts 2023“ gewonnen. Sie erhalten die Preise für ihre vorbildlichen, selbst initiierten Klimaschutzprojekte.

Fünf Jugendliche stehen vor dem Rathaus der Stadt Bad Honnef und halten Flyer in den Händen.
Das Azubiteam aus Bad Honnef, …
© Martin Karlein/Stadt Bad Honnef

 Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs „Kommunale Klimascouts 2023“ stehen fest: 

  • Das Azubiteam der Stadt Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen) mit dem Projekt „Ihr Dach kann mehr – Informationskampagne zu Photovoltaik im Stadtgebiet Bad Honnef“, unterstützt durch die Energieagentur Rhein-Sieg e. V.
  • Das Azubiteam des Landkreises Freyung-Grafenau (Bayern) mit dem Projekt „Nachhaltige Adventsaktion – Challenges statt Energiesparregeln und Verbote“, unterstützt durch die Energieagentur Oberfranken e. V.
  • Das Azubiteam des Hohenlohekreises (Baden-Württemberg) mit dem Projekt „Hohenloher Kochbuch – regionale und saisonale Rezepte“, unterstützt durch die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) e. V.
  • Das Azubiteam der Stadt Leinefelde-Worbis (Thüringen) mit dem Projekt „Klimakids – Klimaschutz fängt klein an“, unterstützt durch die Energieagentur des Landes Thüringen (ThEGA) 
  • Das Azubiteam der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich (Rheinland-Pfalz) mit dem Projekt „Wald, Wiesen, Wehr – Tor zu den Queichwiesen – Der Weg ist das Ziel“, unterstützt durch die Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Eine Auszubildende der Samtgemeinde Uchte (Niedersachsen) mit dem Projekt „Klimaschutz spannend gemacht – Die Solarbank in Verbindung mit einer Anzeigetafel“, unterstützt durch die Klimaschutzagentur Mittelweser e. V.

Die Kommunen werden damit für Klimaschutzprojekte ihrer Auszubildenden ausgezeichnet, die diese im Rahmen ihrer Qualifikation zu „Kommunalen Klimascouts“ selbst entwickelt haben. Jede Kommune erhält ein Preisgeld von je 3.000 Euro, das in Klimaschutzaktivitäten investiert werden soll, beispielsweise zur Weiterentwicklung des Azubiprojekts oder für neue Ideen. Der Wettbewerb wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Rahmen des Projekts „Kommunale Klimascouts – Azubis für mehr Klimaschutz“ ausgelobt, das mit Förderung der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführt wird. 

Wettbewerb „Kommunale Klimascouts 2023“

2023 wurden über 60 dieser Projekte von den Azubis erarbeitet und beim bundesweiten Wettbewerb um die besten „Klimascouts-Projekte“ eingereicht. Davon haben 39 Projekte den Sprung in die Vorauswahl geschafft, aus der eine unabhängige Jury sechs gleichranginge Gewinnerinnen und Gewinner ausgewählt hat.

Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern

  • des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, 
  • der Initiative BildungsCent e. V., die seit vielen Jahren in der Umweltbildung aktiv ist, 
  • des bundesweiten Arbeitskreises „Kommunaler Klimaschutz“ sowie 
  • der Deutschen Industrie- und Handelskammer, bei der das Projekt „Energie-Scouts“ mit Azubis in Unternehmen durchgeführt wird. 

Die offizielle Übergabe der Preise findet am 16. November 2023 auf der Kommunalen Klimakonferenz in Berlin statt, die das Difu mit Förderung im Rahmen der NKI des BMWK durchführt.

Über 200 Azubis werden „Kommunale Klimascouts“

Im Zeitraum 2022/23 nahmen mehr als 200 Azubis aus über 70 Städten, Gemeinden, Landkreisen und kommunalen Eigenbetrieben an den Schulungen zu „Kommunalen Klimascouts“ teil. Seit Projektbeginn im Januar 2021 wurden insgesamt 335 Azubis aus mehr als 120 Kommunen qualifiziert. Dabei durchlaufen die Azubis fünf aufeinander aufbauende Schulungsphasen. In den ersten drei Modulen stehen die Ursachen und Auswirkungen der Klimakrise sowie Handlungsfelder und Maßnahmen zum Klimaschutz im Fokus. In Modul vier stehen Projektmanagement und Kommunikation auf der Agenda, und das fünfte Modul markiert bereits den Einstieg in die anschließende Projektphase, in der die Azubis eigene Klimaschutzprojekte realisieren. Die Schulungen wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Difu sowie den kooperierenden Klimaschutz- und Energieagenturen durchgeführt.

Über das Projekt „Kommunale Klimascouts“

Mit dem Projekt „Kommunale Klimascouts“ soll das Thema Klimaschutz in die Ausbildung von kommunalen Azubis integriert werden. Das Difu hat das Projekt „Kommunale Klimascouts“ entwickelt und führt es von Januar 2021 bis Ende 2023 in Koorperation mit Klimaschutz- und Energieagenturen deutschlandweit durch. Ziel ist es, den Klimaschutzgedanken über Azubis in Kommunen zu verfestigen und in unterschiedliche Ressorts zu tragen. Die Teilnehmenden erhalten dazu eine kostenfreie Schulung und entwickeln eigene Klimaschutzprojekte. Neben handfesten Einsparungen durch Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen hat ihr Engagement auch eine positive Strahlkraft nach außen und unterstreicht die Vorbildfunktion der Kommunen im Klimaschutz.   

Detaillierte Vorstellung der einzelnen Gewinnerprojekte

Pressekontakt

Kommunale Klimascouts
Ulrike Vorwerk
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Gereonstr. 18-32
50670 Köln
Telefon: 0221 34030813
E-Mail.:
scouts@difu.de