Einführung und Umsetzung von Energiesparmodellen
Nachfolgend finden Sie umfassende Informationen zur Förderung und den Voraussetzungen. Viele Fragen zur Antragstellung werden direkt beantwortet:
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Gefördert wird die Einführung von Energiesparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten in öffentlicher, gemeinnütziger oder religionsgemeinschaftlicher Trägerschaft. Im Rahmen der Vorhaben werden Kinder, Jugendliche und Beschäftigte der Einrichtungen motiviert und fachlich begleitet, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Neben der Schulung von Gebäudeverantwortlichen, werden sogenannte Energieteams gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen gebildet. Diese erheben, kontrollieren und vergleichen gemeinsam die Verbrauchsdaten in den Kita- oder Schulgebäuden, erarbeiten Einsparmaßnahmen und setzen diese um, um den Energie- und Wasserverbrauch zu senken und weniger Abfall zu produzieren. Belohnt werden diese Klimaschutzmaßnahmen durch verschiedene Prämiensysteme.
Bezuschusst werden unter anderem Ausgaben für:
- den Einsatz von Fachpersonal, das im Rahmen des Vorhabens zusätzlich über eine neu eingerichtete Projektstelle beschäftigt wird, inklusive weiterer Sachausgaben oder fachkundige externe Dienstleistende,
- die Durchführung einer Auftaktveranstaltung, einer Auftaktbegehung in jeder teilnehmenden Einrichtung und eines einmal im (Schul-)Jahr stattfindenden Vernetzungstreffens der teilnehmenden Einrichtungen,
- die Einführung von Prämiensystemen und die Bildung von Energieteams
- sowie folgende optionale Maßnahmen:
- geringinvestive Maßnahmen im Gebäudebereich,
- Informationsveranstaltungen beziehungsweise Schulungen für Hausmeisterinnen und Hausmeister, pädagogisches Personal und die Schülerschaft,
- Aktionstage und Exkursionen,
- pädagogische Arbeit zum Klimaschutz,
- Ausstattung der Energieteams und
- Anschaffung von pädagogischen Materialien.
Warum es sich für Sie lohnt:
- Energiesparmodelle zeigen Potenziale zur Energieeinsparung auf und tragen mit pädagogisch flankierenden Maßnahmen zur Verankerung von Klimaschutz und bewusstem Umgang mit den Ressourcen im Denken und Handeln der verschiedenen Nutzergruppen bei.
- Das Vorhaben erlaubt Ihnen einen leicht zugänglichen Einstieg in das Thema Klimaschutz, bei dem Sie die Kinder, Jugendlichen und Beschäftigten Ihrer Einrichtung(en) direkt einbinden.
- Kinder und Jugendliche können dadurch Umwelt- aber auch Klimaschutzgedanken ganz selbstverständlich in ihre Familie sowie ihren Freundeskreis hineintragen – was zur Nachahmung der neu erlernten Verhaltensweisen anregt.
- Indem der Energie- und Wasserverbrauch in Ihrer Einrichtung reduziert wird, sparen Sie Betriebskosten und senken gleichzeitig die Treibhausgasemissionen.
- Auch ein reduziertes Abfallaufkommen trägt dazu bei, weniger Treibhausgasemissionen zu verursachen.
- Nutzen Sie den Multiplikatoreffekt: Die Energieteams sensibilisieren Menschen innerhalb der Einrichtung – und im besten Fall darüber hinaus – für das Thema Klimaschutz.
Und so funktioniert es:
- Um einen Antrag stellen zu können, muss Ihnen ein entsprechender Umsetzungsbeschluss des obersten Entscheidungsgremiums Ihrer Organisation vorliegen, dass ein Energiesparmodell eingeführt werden soll.
Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel 48 Monate.
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Der Förderschwerpunkt richtet sich an Schulen und Kindertagesstätten in öffentlicher, gemeinnütziger oder religionsgemeinschaftlicher Trägerschaft, um die Nutzenden dieser Einrichtungen zur aktiven Mitarbeit im Klimaschutz und zur Einsparung von Energie, Wasser und Abfall zu motivieren.
Bitte beachten Sie, dass Sie sich die Einführung eines Energiesparmodells über die Kommunalrichtlinie nur einmalig pro Einrichtungsart, das heißt Schule, Kita, et cetera fördern lassen können. -
- Der Zuschuss beträgt 70 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben.
- Finanzschwache Kommunen und Antragsteller aus Braunkohlegebieten (gemäß § 2 Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 8. August 2020) können 90 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben als Zuschuss erhalten.
- Als finanzschwach gelten Kommunen, die nachweislich an einem landesrechtlichen Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm teilnehmen oder denen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bescheinigt wird.
- Antragsteller aus Braunkohlerevieren müssen keinen gesonderten Nachweis erbringen, um von der erhöhten Förderquote zu profitieren. Hier genügt die Zuordnung über Ihre Postleitzahl. Bitte beantragen Sie die erhöhte Förderquote explizit im easy-Online-Formular (siehe „Antragsverfahren und Antragstellung“).
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Förderanträge können ganzjährig gestellt werden.
Sie möchten die Einführung eines Energiesparmodells beantragen? Bitte füllen Sie dazu folgende Unterlagen aus (siehe unter Links & Downloads):
- die Vorhabenbeschreibung,
- einen easy-Online-Antrag 4.1.4 Einführung und Umsetzung von Energiesparmodellen.
Ihren Antrag können Sie online per E-Mail-Bestätigung (in easy-Online: „TAN-Verfahren“) einreichen: Nach Absenden des Antrags in easy-Online erhalten Sie an die E-Mail-Adresse, die Sie dort hinterlegt haben, eine sechsstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination. Diesen Code müssen Sie in easy-Online innerhalb von 15 Minuten nach Eingang der E-Mail eingeben. Damit ist die Antragstellung abgeschlossen.
Alternativ können Sie den Antrag mittels qualifizierter elektronischer Signatur einreichen, wenn die antragstellende Person diese bereits nutzt. Unterzeichnen Sie den Antrag damit und reichen ihn in easy-Online ein. Damit ist die Antragstellung abgeschlossen.
Bitte beachten Sie: Beide Verfahren – die E-Mail-Bestätigung und die qualifizierte elektronische Signatur – sind nur rechtsgültig, wenn eine unterschriftsberechtigte Person die digitale Antragseinreichung bestätigt.
Reicht eine nicht unterschriftsberechtigte Person den Antrag ein oder erfordern interne Regelungen (zum Beispiel Satzungen) die Zustimmung mehrerer Personen, sind entsprechende Vollmachten einzureichen. Diese können Sie als PDF-Datei direkt in easy-Online hochladen oder bis spätestens 14 Tage nach Antragstellung per E-Mail bei der Projektträgerin nachreichen.
Hinweis: Förderanträge können Sie seit dem 01. Juni 2026 ausschließlich digital über easy-Online stellen. Sie reichen den Antrag nicht zusätzlich postalisch ein.
Für Ihren Förderantrag gelten die Anforderungen und Voraussetzungen aus dem Technischen Annex.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Ausschreibung der Personalstelle(n) darf nur in Absprache mit der Projektträgerin erfolgen, damit der Projektstart und das Einstellungsdatum zusammenpassen.
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- Energie einsparen und Klimaschutz sowie den bewussten Umgang mit Ressourcen im Denken und Handeln von Schülerinnen und Schülern verankern: Dieses Ziel hat der Landkreis Kassel mit der Einführung eines Energiesparmodells für Schulen verfolgt. Mehr Infos zu diesem Projekt finden Sie in unserer Projektdatenbank.
- Das Energiesparmodell „Halbe-Halbe“ in Leipzig motiviert Schulen zu aktivem Klimaschutz durch energiebewusstes Verhalten – mit Bildungsarbeit, Prämien und langfristiger Wirkung. Mehr Infos zu diesem Projekt finden Sie in unserer Projektdatenbank.
- Das Projekt "Plietsch fürs Klima" im Kreis Dithmarschen zeigte Kindern und Jugendlichen, wie sie aktiv zum Klimaschutz beitragen können – und trug dieses Wissen über die Schulen hinaus in die Familien. Mehr Infos zu diesem Projekt finden Sie in unserer Projektdatenbank.
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Welche Voraussetzungen müssen wir als teilnehmende Einrichtung erfüllen, um ein Energiesparmodell erfolgreich einzuführen?
Um ein Energiesparmodell erfolgreich umzusetzen, braucht es engagierte Ansprechpersonen vor Ort – etwa die Leitung der Einrichtung, Lehrkräfte und Erziehende, Hausmeisterinnen und Hausmeister. Sie stehen im Austausch mit dem für das Projekt zusätzlich beschäftigten Fachpersonal und dem externen Dienstleister, um die konkreten Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Sie übernehmen außerdem die pädagogische Betreuung der Kinder und Jugendlichen in den „Energieteams“.
Was sind Energieteams?
Energieteams bestehen aus Nutzenden der jeweiligen Einrichtungen, das heißt etwa aus Schüler und Schülerinnen, Lehrkräften und Erziehenden, die sich in der Einrichtung aktiv für Klimaschutzmaßnahmen einsetzen.
Welche Prämiensysteme gibt es im Rahmen der Energiesparmodelle?
Bei den Prämiensystemen wird zwischen Beteiligungs- und Aktivitätsprämiensystemen unterschieden. Welches System am besten funktioniert, hängt von den konkreten Rahmenbedingungen vor Ort ab. Vergleichbare Prämiensysteme beziehungsweise Mischformen sind ebenfalls möglich. Da sich die Prämienzahlungen aus den Einsparungen in den Energie- und Ressourcenverbräuchen ergeben, sind die Verbräuche aller teilnehmenden Einrichtungen kontinuierlich über die gesamte Projektlaufzeit zu erfassen.
Beteiligungsprämiensystem
Bei Beteiligungsprämiensystemen können die teilnehmenden Einrichtungen über einen Teil der eingesparten Energiekosten frei verfügen. Der restliche Teil der Kosteneinsparungen geht an den Träger. Damit entsteht für beide Seiten ein Anreiz, energiesparende Aktivitäten zu fördern und zu unterstützen.
Die Bildungseinrichtungen erhalten in der Regel Prämien zwischen 25 und 50 Prozent der Kosteneinsparungen. Beim bekanntesten Modell ist die Verteilung „fifty-fifty“ das heißt, Einrichtung und Träger erhalten jeweils die Hälfte der Einsparungen.Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich darin, ob die Einrichtungen über ihre Prämien frei verfügen und sie für beliebige Zwecke einsetzen können oder ob diese ganz oder teilweise wieder für energiesparende Kleininvestitionen oder Projekte in der Einrichtung verwendet werden sollen.
Aktivitätsprämiensystem
Aktivitätsprämiensysteme basieren auf einem Punktesystem. Je erfolgreicher eine Einrichtung das Energiesparmodell umsetzt, desto mehr Punkte und damit Prämienzahlungen erhält sie. Die Erfolge der Einrichtungen des gleichen Trägers werden miteinander verglichen. Konkret bedeutet das, dass Maßnahmen und Aktionen in den Schulen oder Kindertagesstätten mit einem Fragebogen erfasst werden. Die Erfolge werden dann am Ende des Projektjahres mit einem Schlüssel, beispielsweise relativ zu den Schüler- und Schülerinnenzahlen einer Schule, in eine Prämienzahlung umgerechnet.Warum ist die projektbezogene Personalstelle befristet?
Die Förderung ist eine Projektförderung, die für einen befristeten Zeitraum an eine konkrete Zielstellung geknüpft ist. Daraus ergibt sich, dass die Personalstelle für den Förderzeitraum neu zu schaffen und für die Projektdauer befristet ist.
Personalausgaben sind nicht zuwendungsfähig, wenn diese bereits durch andere öffentliche Haushalte gedeckt sind.
In der Vorhabenbeschreibung zum Förderantrag müssen Sie erklären, dass die Personalstelle zusätzlich und befristet geschaffen wird.Was müssen wir bei der Gewinnung weiterer Einrichtungen im Laufe des Projekts beachten?
Wenn Sie den Antrag stellen, müssen Sie die mit Projektstart teilnehmenden Einrichtungen benennen. Bis zu 18 Monate nach Start des Vorhabens können Sie weitere Einrichtungen hinzugewinnen. Der Start des Vorhabens ist bei zusätzlich beschäftigtem Fachpersonal der Beginn des Arbeitsverhältnisses, bei einem externen Dienstleistungsunternehmen der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.
Im Antrag müssen Sie außerdem angeben, wie viele Einrichtungen insgesamt teilnehmen werden. Das bildet die Grundlage für die Ausgabenkalkulation. Sie können grundsätzlich mehr Einrichtungen für die Teilnahme gewinnen, als Sie bei Antragstellung beabsichtigt haben. Die daraus entstehenden zusätzlichen Ausgaben können jedoch nicht gefördert werden.
Bei Bewilligung des Antrags werden die Fördermittel für optionale Maßnahmen zunächst gesperrt. Darunter fallen die Fördermittel für die Einrichtungen, die Sie zum Zeitpunkt der Antragsbewilligung zwar beabsichtigen einzubinden, die jedoch noch nicht gewonnen sind. Spätestens 18 Monate nach Start des Vorhabens müssen Sie beim Projektträger alle am Projekt teilnehmenden Einrichtungen benennen. Die gesperrten Fördermittel können anschließend anteilig entsperrt werden.Welche Ausgaben sind im Rahmen der optionalen Maßnahmen zuwendungsfähig?
Zuwendungsfähig sind Ausgaben, die die Einführung des Energiesparmodells in den teilnehmenden Einrichtungen unterstützen. Beispiele finden Sie im Formular Vorhabenbeschreibung (siehe Links & Downloads).
Kommen Sie mit uns ins Gespräch über
- spezifische Fachfragen zu den Förderschwerpunkten
- zuwendungsfähige Ausgaben für Ihr Förderprojekt
- das Ausfüllen von Formularen und online-Tools
- Fristen, Termine oder unerwartete Herausforderungen im laufenden Projekt
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH