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Umsetzung des Klimaschutzkonzepts in Kerpen

In Kerpen wurde ein zuvor erarbeitetes Klimaschutzkonzept vom Klimaschutzmanagement im Rahmen eines Anschlussvorhabens erfolgreich umgesetzt. Das Projekt zeigt, wie Klimaschutz durch Beteiligung, klare Prozesse und interkommunale Zusammenarbeit langfristig verankert werden kann.

Logo der Klimainitiative Kerpen
Projektinformationen
Projekttitel

Klimaschutzmanagement zur weiteren begleitenden Umsetzung des Klimschutzkonzepts der Stadt Kerpen - Anschlußvorhaben

Projektnehmer

Kolpingstadt Kerpen

Projektlaufzeit

01.11.2022 bis
31.10.2024

Projektkontakt

Mascha Aring
mascha.aring@stadt-kerpen.de
02237 58-227

Fördersumme

93.315 Euro

Förderkennzeichen

67K11226-1

Auf einen Blick 

Im Jahr 2018 hatte der Rat der Kolpingstadt Kerpen ein Klimaschutzkonzept beschlossen, welches mithilfe der NKI in den folgenden drei Jahren umgesetzt werden konnte. Nach Ablauf des ersten Förderzeitraumes wurden die Klimaschutzmaßnahmen überarbeitet und im Rahmen der Anschlussförderung weiter umgesetzt. Ziel des Gesamtprojektes war es, den Klimaschutz in der Kolpingstadt Kerpen mit einem Klimaschutzmanagement zu verankern und Maßnahmen vor Ort umzusetzen.

Die Maßnahmen und Handlungsfelder des Konzepts wurden gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in einem Beteiligungsprozess erarbeitet. Für Kerpen ergaben sich dabei die zentralen Handlungsfelder „Nutzung erneuerbarer Energien“, „Klimagerechte Stadtentwicklung“, „Private Haushalte“, „Öffentlichkeitsarbeit und Bildung“ und „Klimafreundliche Mobilität“. Von den 25 enthaltenen Klimaschutzmaßnahmen des Erstvorhabens konnten viele begonnen und abgeschlossen werden. Andere Maßnahmen werden kontinuierlich umgesetzt – auch nach dem Ende des Förderzeitraumes. 

Herausforderungen und Lösungen

Eine Herausforderung im Klimaschutzmanagement ist, dass die Maßnahmen politisch beschlossen und legitimiert werden müssen. Dies ist grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil demokratischer Prozesse, kann die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen jedoch erheblich verzögern oder sogar verhindern. Als Lösung hat sich bewährt, Beschlussvorlagen sorgfältig vorzubereiten und verständlich zu formulieren sowie alle relevanten Informationen transparent aufzuführen, die für eine fundierte Entscheidung notwendig sind. Dabei sollten sowohl die fachlichen Hintergründe so einfach wie möglich dargestellt werden ohne Informationen vorzuenthalten, als auch die konkreten Auswirkungen für die Kommune erläutert werden. 

Dennoch lässt sich nicht immer verhindern, dass Klimaschutzmaßnahmen – zum Beispiel aufgrund der Zusammensetzung des Rates – abgelehnt werden oder wichtige Bestandteile des lokalen Klimaschutz nicht weiterverfolgt werden können. In solchen Fällen muss die Entscheidung des Rates akzeptiert werden und gegebenenfalls der Prozess oder die Maßnahmen so angepasst werden, dass ein politischer Konsens ermöglicht werden kann. 

Erfolge und Erfolgsrezept

Eine besonders erfolgreiche Maßnahme im Handlungsfeld Öffentlichkeitsarbeit und Bildung ist die interkommunale Klimakampagne „Jetzt machen WIR“. Sie ist von ursprünglich zwei auf mittlerweile acht Kommunen im Rhein-Erft-Kreis angewachsen. Broschüren zu Solarenergie, energetischer Sanierung oder kommunaler Wärmeplanung sowie Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten arbeiten die Klimaschutzthemen niederschwellig auf. Hier lag der Erfolg ganz klar im intensiven Austausch und der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte. Auch über die Klimakampagne hinaus ist das Erfolgsrezept vieler Maßnahmen ein guter Austausch und die Vernetzung mit anderen Klimamanagerinnen und -managern. 

Verwaltungsprozesse können undurchsichtig oder kompliziert erscheinen und langwierig sein, sodass die Erfahrungswerte anderer in der gleichen Situation sehr wertvoll sein können.

Klima-Kampagne der Stadt Kerpen
Klima-Kampagne der Stadt Kerpen
© EkoZet
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